14. Juli 2017, 08:10 Uhr

Kochkurs

Männer an den Herd

Mit hausgemachten Klößen, Rotkohl und Rinderrouladen stand ein typisch deutsches Gericht auf dem Speiseplan des zweiten Koch-Workshops für Männer in Gemünden.
14. Juli 2017, 08:10 Uhr
Beim Klößeformen und Rouladenfüllen: Zia Shaaghol, dahinter »Chefkoch« Uwe Langohr, Mohammad Hesam Mohammadi, Najmuddin Usbek, Sasan Zavei, Ulli Kill, Herbert Diegel. (Foto: eva)

Dazu hatten die Mitglieder der Flüchtlingsinitiative Gemünden in die Schulküche der Pestalozzischule eingeladen. Wie schon beim ersten »internationalen Männerkochkurs« der Flüchtlingsinitiative im Februar standen erneut Einheimische und Asylbewerber gemeinsam am Herd, um ein leckeres Essen zuzubereiten.

Während das letzte Mal internationale Gerichte im Focus standen und die einheimischen Teilnehmer von den Asylbewerbern einiges lernten, wurde dieses Mal ein hiesiges regional beliebtes Menü zubereitet.

Unter der Regie von »Chefkoch« Uwe Langohr, der gemeinsam mit Ulli Kill und Karl Pitzer den Kochkurs organisiert hatte, ging es gutgelaunt ans Werk. Ohne viele Worte verstand sich die Männer-Kochriege auf Anhieb gut und nach einer kurzen Einleitung und dem Verteilen der Aufgaben gingen alle Arbeiten flott von der Hand.

Während die einen für das Putzen und Schnippeln der verschiedenen Gemüsesorten oder das leidige Zerkleinern der Zwiebeln zuständig waren, oblag es anderen, mit ausgesuchten Zutaten aus den zuvor gekochten Kartoffeln Klöße herzustellen oder die mit verschiedenen Gemüsen gefüllten Rouladen zuzubereiten. Wie zu hören war, wurden alle anfallenden Arbeiten nach nur kurzer Anleitung von »Chefkoch« Langohr von den Köchen perfekt ausgeführt, wobei sich beim Klöße formen Zia und Najmuddin als wahre »Ballkünstler« erwiesen hatten.

Für den krönenden Abschluss des Menüs hatte das Nachtisch-Team um Ulli Kill einen Vanillepudding mit frischen Erdbeeren zubereitet, der nach dem gemeinsamen Mittagessen reißenden Absatz fand.

Mittwoch wieder Begegnungscafé

Egal, was zu tun war, es wurde in freundlicher, lockerer Atmosphäre gewerkelt, gekocht und gebrutzelt. Der Kochkurs bot den Männern Gelegenheit, sich ganz unverfänglich auf Augenhöhe zu begegnen, verschiedene Handgriffe und Zubereitungstechniken voneinander zu lernen, dabei auch kleine Missgeschicke in Kauf zu nehmen oder auch gemeinsam darüber zu lachen.

Eine gelungene Veranstaltung, die allen Beteiligten einen Riesenspaß gemacht hat und die sicher zum besseren Kennenlernen und zur weiteren Förderung des kulturellen Austausches nicht die letzte dieser Art gewesen sein dürfte.

Unter dem Motto »Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen«, lädt die Gemündener Flüchtlingsinitiative Einheimische und Flüchtlinge für nächsten Mittwoch, den 19. Juli, von 17 bis 19 Uhr, erneut zu einem gemütlichen Miteinander und zum Kennenlernen bei Gesprächen, Spielen, Musik und einem Imbiss, ins Dorfgemeinschaftshaus in Burg-Gemünden ein. Kulturelle Begegnung, nettes Kennenlernen und ein Austausch stehen nach Auskunft der Organisatoren im Vordergrund der Veranstaltung.

Zu dem Begegnungscafé, das in der Regel an jedem dritten Mittwoch im Monat im Gemeinschaftshaus in Burg-Gemünden stattfindet, sind alle Bürgerinnen und Bürger, ob Groß oder Klein, willkommen.

Neben den erwachsenen Teilnehmern haben vor allem auch die Kinder viel Spaß bei den Treffen und würden sich über weitere Spielkameraden freuen.

»Deshalb sollte man sich einfach mal trauen, reinzuschauen – zum Informieren, Plaudern, Lachen, Erfahrungen austauschen, Freunde und Bekannte treffen oder neue Kontakte knüpfen«.

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