05. Januar 2018, 12:00 Uhr

Aquariohm

Dienstleister übernimmt Betrieb

Nach Homberg und Grünberg nun auch in Mücke: Bäderdienstleiter Alexander Schmeh ist im »aquarohm« für den Betrieb zuständig.
05. Januar 2018, 12:00 Uhr
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Von Jutta Schuett-Frank
Der Schwimm- und Saunabetrieb im Mücker »aquariohm« soll auch mit dem neuen Betriebsleiter wie gewohnt laufen. (Foto: Archiv)

Neues gibt es vom Mücker Hallenbad »Aquariohm« in den ersten Tagen des frischen Jahres. Die dort tätige Genossenschaft hat den Betrieb des Bades an eine private Firma vergeben. Dieser Tage wurde der Vertrag offiziell unterschrieben. Schon seit dem 1. Dezember des alten Jahres ist Alexander Schmeh als Betriebsleiter für den Bad- und Saunabetrieb zuständig. Die Alexander Schmeh GmbH & Co. KG sitzt in Neustadt und Stadtallendorf und ist als Dienstleister für öffentliche Schwimmbäder im Mittel- und Nordhessischen tätig.

Im heimischen Raum ist der Name schon länger nicht mehr unbekannt. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr die Betriebsführungen der Freibäder in Homberg und Grünberg übernommen (die AAZ berichtete). Burkhard Köhl als Vorsitzender der Bürgergenossenschaft unterschrieb jetzt den Vertrag im Beisein des Vorsitzenden des Fördervereins, Dr. Thorsten Reichel, und von Alexander Schmeh.

Man habe sich für die externe Vergabe des Badebetriebs an einen neuen Betriebsleiters entschieden, um einen reibungslosen und rechtssicheren Ablaufbetrieb im Schwimmbad und in der Sauna zu garantieren, hieß es. Die gesetzlichen Spielregeln und Anforderungen sind schärfer geworden und so hat man mit der Betriebsführung eine Fachfirma betraut. Für die Mitarbeiter bedeute dies Kontinuität und einen geregelten Ablauf. An den Öffnungszeiten soll sich nichts ändern.

Beschäftigt sind im »aquariohm« derzeit 42 Mitarbeiter als Angestellte und Aushilfen, die im Bistro, bei der Aufsicht, der Reinigung und in der Verwaltung tätig sind. Mit dem Einstieg von Alexander Schmeh wirke man der Fluktuation bei den Bademeistern entgegen und man könne sich auf dessen Erfahrung beim Betrieb von Bädern stützen. Außerdem habe Schmeh einen Personalpool an Mitarbeitern zur Verfügung, auf die im schnellen Bedarfsfall zurückgegriffen werden kann. Es sollen zudem Personalschulungen stattfinden, um auch die Betriebsabläufe zu optimieren.

Auszubildende Madeleine Clausing wird zum 1. Februar ihre Ausbildung als Fachangestellte für Bäderbetriebe abgeschlossen haben und dann als stellvertretende Betriebsleiterin fungieren. Für den kommenden Sommer wird wieder eine/ein Auszubildende(r) als Fachangestellte/r für den Bäderbetrieb gesucht.

Vor etwas über einem Jahr war in der Gemeindevertretung eine Debatte über die Zuschüsse an das Bad aufgekommen. Danach wurde der Zuschuss auf 330 000 Euro im Jahr erhöht, um einen ordnungsgemäßen Betrieb zu gewährleisten. Begonnen hatte man vor rund sieben Jahren mit 185 000 Euro Zuschuss pro Jahr. Von Politikern kamen seinerzeit deutliche Worte. Es sollten Mittel und Wege gefunden werden, den Zuschussbedarf zu senken, so lautete damals der dringliche Appell an die Verantwortlichen der Bürgergenossenschaft.

Diese Überlegungen dürften bei der Entscheidung, die Betriebsführung an die Firma Schmeh zu übergeben, ebenfalls eine Rolle gespielt haben. Auch die Stadt Homberg hatte sich vor dem Hintergrund eines hohen Zuschussbedarfs für das Bad entschlossen, die Betriebsführung an den Dienstleister zu vergeben.



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