06. Februar 2018, 18:45 Uhr

Kläranlage kostet 1,7 Millionen

06. Februar 2018, 18:45 Uhr
Idyllisch liegt sie da, fast wie ein kleiner See im Naherholungsgebiet. Die Kläranlage Ulrichstein muss mit Kosten von rund 1,7 Millionen Euro für eine bessere Schadstoffbehandlung ausgebaut werden. (Foto: au)

Ulrichstein (au). Etwas Einmaliges gab es am Montag bei der Stadtverordnetensitzung im Rathaus. Alle Beschlüsse wurden einstimmig beziehungsweise mit nur einer oder zwei Enthaltungen verabschiedet. Grund waren umfassende Sitzungen der jeweils zuständigen Ausschüsse.

So wurde einstimmig der Auftragsvergabe zur Ertüchtigung der Ulrichsteiner Kläranlage mit Kosten von knapp 1,7 Millionen Euro zugestimmt. Aufgrund des Sanierungsbescheides des Vogelsbergkreises ist für den Abschluss der Maßnahme eine Frist zum 31. Dezember gesetzt worden, die aktuell nicht verlängert werden kann.

Beim zuständigen Ministerium wurde hinsichtlich eines vorzeitigen Maßnahmenbeginns angefragt, damit die Auftragsvergabe zeitnah erfolgen kann, um die gesetzliche Frist umzusetzen. Bürgermeister Edwin Schneider wies darauf hin, dass bereits Zustimmung signalisiert wurde und der vorzeitige Beginn möglich ist. Der millionenschwere Auftrag geht an die Firma ZWT Abwassertechnik aus Bayreuth.

Beschlossen wurden danach die Haushaltsmittel für die Erneuerung der Ortsdurchfahrt Kölzenhain. Für den ersten Bauabschnitt sind dies 22 500 Euro für Gehwege, 75 000 Euro für die Wasserleitung und 110 000 Euro für die Abwasserleitung. Bei der Abwasserbeseitigung könnten sich die Kosten reduzieren, wenn eine sogenannte Inlinersanierung möglich ist. Auf der ehemaligen Erddeponie an der Straße Ulrichstein – Helpershain soll von der Energiegenossenschaft Vogelsberg eine Freiflächen-Photovoltaikanlage errichtet werden. Die Stadtverordneten beschlossen, dass der Magistrat den Mietvertrag mit dem Betreiber schließen soll.

Die Errichtung einer eigenen Anlage durch die Stadt beziehungsweise den Eigenbetrieb SWU war wegen der zu hohen Kosten von 1,4 Millionen Euro und einer aktuell niedrigen Einspeisevergütung nicht in Erwägung gezogen worden. Nach dem Ausscheiden von Heiko Müller benannte die SPD-Fraktion Mitglieder für den Haupt- und Finanzausschuss, den Bau- und Planungsausschuss und den Ausschuss Landwirtschaft, Forsten und Umwelt sowie die Betriebskommission. In den Kindergartenausschuss wurden Karl Weisensee/Vertreterin Astrid Lünse von der SPD- und Volker Scharmann/Vertreter Frank Schäfer von der FW gewählt.

Keiner will Hunde zählen

Zu einer Anfrage von Florian Kaiser (SPD) zur Erfassung der meldepflichtigen Hunde in der Großgemeinde teilte der Bürgermeister mit, dass dies noch nicht geschehen ist, da sich die Ortsvorsteher teilweise geweigert haben, diese Aufgabe zu übernehmen. Die Verwaltung sucht nach neuen Möglichkeiten, die Erfassung durchzuführen. Zu Beginn hatte Bürgermeister Edwin Schneider den Haushalt eingebracht.

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