27. Februar 2018, 08:00 Uhr

Preisverleihung

Firma Bast ist familienfreundlich

Etliche Vogelsberger Firmen zeichnen sich durch Familienfreundlichkeit aus. Jetzt wurden sie ausgezeichnet. Darunter ist auch die Firma Bast in Nieder-Ohmen.
27. Februar 2018, 08:00 Uhr
Sieben Vogelsberger Unternehmen sind für ihre besonders familienfreundliche Personalpolitik ausgezeichnet worden. Die Vertreter der ausgezeichneten Unternehmen: Helmut Euler (VR Bank HessenLand), Lars Mesterheide (MRH Trowe), Isabell Domike (Rambachhaus Alsfeld), Anja Bast (Garten- und Landschaftsbau Bast), Torsten Schneider (Vobitz) und Angelika Baumgardt (Tagespflege Anima). (Foto: pm)

Fachkräfte finden und dann auch im Betrieb halten – heutzutage keine leichte Aufgabe. Was aber definitiv beim Halten der Beschäftigten hilft ist eine familienfreundliche Personalpolitik, die es ermöglicht, Familie und Beruf ohne große Schwierigkeiten unter einen Hut zu bekommen. Sieben Vogelsberger Unternehmen haben mit ihrer guten Praxis am Wettbewerb »Zukunft Familie 2017« teilgenommen und wurden vom Handlungsfeld »Vereinbarkeit von Familie und Beruf« im Vogelsberger Familienbündnis dafür ausgezeichnet. Für den musikalischen Rahmen sorgten Schülerinnen und Schüler der Alsfelder Musikschule.

Für Familien attraktiv sein

Schon zum fünften Mal fand der Unternehmerwettbewerb statt, zum fünften Mal wurden Unternehmen mit besonders gelungener Personalpolitik ausgezeichnet und vorgestellt – es sei wichtig, solche zum Teil ganz pragmatischen Beispiele bekannt zu machen, um dadurch anderen Betrieben ein Vorbild zu sein.

Die ausgezeichneten Unternehmen waren: bvhb-Behindertenhilfe Vogelsberg (Herbstein), Garten- und Landschaftsbau Bast (Mücke), MRH Trowe (Alsfeld), Rambachhaus Alsfeld GmbH, Tagespflege Anima (Grebenhain), Vobitz – Agentur für digitale Medien (Alsfeld) und VR Bank HessenLand eG (Alsfeld). Viele von ihnen waren nicht zum ersten Mal dabei, die VR Bank sogar zum fünften Mal und die Tagespflege Anima hatte zum vierten Mal überzeugt.

Angeführt wurde dass sich laut einer Studie 60 Prozent der Eltern von Kindern unter drei Jahren die Kindererziehung und -betreuung teilen wollen, dass dies jedoch nur in einem viel geringerem Umfang auch gelingt. Es gebe viele Aufgaben an die Kreispolitik, aber es gehe nicht alleine um Angebote in der Kinderbetreuung. Dieser Wettbewerb zeige, dass auch und gerade in der Arbeitswelt schon viele Möglichkeiten gesucht und gefunden würden.

Die Stärken der jetzt ausgezeichneten Firmen sind folgende: Individuelle und sehr flexible Arbeitszeiten, Weiterbildungsmöglichkeiten – zum Teil in Ergänzung zu Teilzeitarbeit, Fernlehrgänge, Tagespflege für die Kinder im Betrieb oder Homeoffice-Möglichkeiten. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für die Region ein Thema »von herausragender Bedeutung«, unterstrich auch Roman Kubla aus dem Vorstand der Sparkasse Oberhessen. Der Fachkräftemangel sei auch bei den Banken angekommen, man bewerbe sich als Arbeitgeber bei zukünftigen Mitarbeitern, nicht umgekehrt.

Viele kleine Beispiele aus der Praxis zeigte Manfred Weber auf, der als Bündnismentor seit Jahren aktiv ist. Der stellvertretende Leiter der Geschäftsstelle Mittelhessen der Handwerkskammer Wiesbaden berichtete von Handwerksbetrieben und deren vielfältigen Formen der Familienfreundlichkeit. »Die Familienfreundlichkeit ist längst zum Standortfaktor geworden – und zwar mit Ausrufezeichen«, so sein Fazit.

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