16. April 2018, 19:23 Uhr

94-Jährigen gefunden

16. April 2018, 19:23 Uhr
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Aus der Redaktion

Alsfeld (pm). Am Sonntagabend wurde der Polizei aus einem Alten- und Pflegeheim gemeldet, dass ein 94-jähriger Bewohner fehlt. Der ältere Herr leide unter Orientierungsproblemen und er habe die Einrichtung mit unbekanntem Ziel verlassen. Die Polizeibeamten suchten zunächst das Gebäude und das umliegende Areal ab, jedoch ohne Erfolg. Auch das Personal der Betreuungseinrichtung und die Angehörigen klinkten sich im Laufe der Zeit in die Suche ein, die immer weiter ausgeweitet wurde.

Nach Rücksprache mit der Rettungsleitstelle und der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums wurden noch die Feuerwehr Alsfeld und die Rettungshundestaffel aus Lauterbach mit zunächst drei Suchhunden eingebunden. Da auch diese Maßnahme im Laufe der nächsten Stunden nicht ausreichte, kamen noch weitere Suchhunde und ein sogenannter »Mantrailer« der Rettungshundestaffel Osthessen zum Einsatz, da dieses Tier in der Lage ist, präzise den zurückgelegten Weg von Personen nachzuvollziehen.

Schließlich waren insgesamt 13 Suchhunde, der Mantrailer, etliche Feuerwehrleute und drei Polizeistreifen aus Alsfeld und Lauterbach im Suchgebiet unterwegs. Flankierend wurde auch ein Hubschrauber der Hessischen Polizei mit Wärmebildkamera für die Absuche von größeren Flächen im Bereich um Alsfeld herum angefordert, der in den Morgenstunden zwischen 3 Uhr und 4 Uhr im Einsatz war. Dies führte zu zahlreichen Nachfragen besorgter Bürger, die durch das Geräusch des Helikopters aufgeschreckt wurden, aber nach Erklärung des Sachverhalts wieder beruhigt werden konnten.

Mann lag unter Betonrampe

Schließlich wurde der ältere Herr gegen 5 Uhr vom Auslieferungsfahrer eines Lebensmittelgeschäftes in der Alsfelder Innenstadt unter einer Betonrampe unverletzt, aber mit leichten Unterkühlungen gefunden und umgehend in eine nahe gelegenes Krankenhaus gebracht. »Durch die ungünstige Lage des hilflosen Mannes unter der unübersichtlichen Betonrampe konnte er trotz intensiver Suche auch mit der Wärmebildkamera nicht früher gefunden werden«, so die Polizei. Die Polizei und die Angehörigen bedankten sich bei den zahlreichen Rettungskräften, »deren Engagement und Hilfsbereitschaft auch in diesem Fall weit über das normale Maß hinausging«.



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