29. April 2018, 21:50 Uhr

Über zwei Mio. Euro für Kläranlagen

29. April 2018, 21:50 Uhr
Die Kläranlage Ulrichstein muss mit Kosten von rund 1,845 Millionen Euro ertüchtigt werden. (Foto: au)

Ulrichstein (rs). Zwei Kläranlagen muss die Stadt bis Ende des Jahres aufrüsten, weil ansonsten die Betriebserlaubnisse enden. Es handelt sich um die Einrichtungen in Ober-Seibertenrod und in Ulrichstein.

Was die Erneuerungen in Ober-Seibertenrod anlangt, so hatte sich 2017 auf die Ausschreibung nur eine Firma gemeldet, und das auch noch zu einem sehr hohen Preis. Deshalb war die Ausschreibung aufgehoben worden. In einem zweiten Anlauf haben sich jetzt zwei Firmen für den Bau beworben, eine Firma für die Technik. Bei der technischen Ausstattung dabei ist auch die Phosphatfällung für unter 6000 Euro, obwohl diese Reinigungsstufe bei Orten unter 1000 Einwohnern nicht nötig ist. Aber wenn es mal Vorschrift wird, wird es nach Einschätzung von Bürgermeister Edwin Schneider erheblich teurer. Der Bürgermeister geht von 45 Prozent Förderung aus bei Kosten von rund 365 000Euro. Im Vorfeld war auch geprüft worden, ob es sich rentiert, die Kläranlage mit der von Unter-Seibertenrod zu verbinden. Das wurde aber als nicht wirtschaftlich eingeordnet, 435 000Euro würde alleine die Verbindungsleitung kosten.

Wolfgang Repp von der SPD zeigte sich froh, dass man überhaupt ein Angebot bekommen hat, das 67 000 Euro günstiger sei als das erste. Volker Scharmann (FW) sah das wie Repp. Einstimmig wurde der Auftragsvergabe zugestimmt.

Zur Kläranlage Ulrichstein informierte der Bürgermeister, sie könne ertüchtigt werden, Änderungen zur ursprünglichen Planung stünden aber für 59 000 Euro mehr an. Für die Sanierung war man eigentlich von 1,35 Mio. Euro ausgegangen, jetzt stehen 1,845 Mio Euro an. Daraus resultiert aber auch eine höhere Förderung von über 800 000 Euro. Die Stadt hat gleichwohl rund eine Million Euro zu stemmen. Klärschlamm kommt nach Erläuterungen von Schneider jetzt nicht in einen Teich sondern in ein Betonbecken. Das sei dann einfacher auszuräumen. Die Mehrkosten könnten in fünf oder zehn Jahren wieder ausgeglichen sein.

SPD-Sprecher Repp sah in der neuen Bauausführung viele Vorteile, insbesondere eine größere Restfläche direkt an der Anlage für den Fall, dass vom Gesetzgeber weitere Vorgaben kommen sollten. FW-Sprecher Scharmann wies darauf hin, dass man nach dem Sparen in Ober-Seibertenrod diesen Betrag in Ulrichstein unterbringen könne. Die Stadtverordneten sprachen sich einstimmig für die erhebliche Investition aus.

Neues Feuerwehrfahrzeug

Die Stadtverordneten beschlossen außerdem die Anschaffung eines Staffellöschfahrzeuges. Der Lastwagen soll ein Fahrzeug aus dem Jahr 1990 ersetzt. Reparaturen lohnen sich an dem alten Auto genauso wenig wie an einem alten Rüstwagen von 1980, der ebenfalls außer Dienst gestellt wird. Beides betrifft die Feuerwehr in Ulrichstein. Das neue Fahrzeug ersetzt die beiden alten. Nach einer europaweiten Ausschreibung lagen zwei Angebote vor, wonach das Fahrgestell der Firma MAN rund 92 000 Euro kosten wird, der Aufbau der Firma Schlingmann rund 219 000 Euro. Bis zu 25 000 Euro sollen zudem für Beladungsteile ausgegeben werden. Die Gesamtsumme von 337 000Euro steht im Haushalt, das Land gibt 70 000 Euro dazu, der Vogelsbergkreis will 22 000 Euro übernehmen.

Der Haupt- und Finanzausschuss hat nach Angaben von Vorsitzendem Dr. Ernst-Ludwig Roth die Anschaffung einstimmig empfohlen. Die alten Fahrzeuge sollen verkauft werden, dazu gibt es nach Angaben von Bürgermeister Schneider einen Markt. Die Stadtverordneten stimmen sämtlich für die Investition.

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