11. Mai 2018, 21:55 Uhr

Doppelte Wasserleitung vorgeschlagen

11. Mai 2018, 21:55 Uhr
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Aus der Redaktion

Schotten (pm). Die umweltschonende Grundwassergewinnung im Vogelsberg war kürzlich Gegenstand eines Gesprächs der Wetterauer Landtagsabgeordneten Lisa Gnadl (SPD) und der umweltpolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Angelika Löber, mit Schottens Bürgermeisterin Susanne Schaab sowie der Ersten Vorsitzenden Cécilie Hahn und dem Geschäftsstellenleiter Dr. Hans-Otto Wack von der Schutzgemeinschaft Vogelsberg.

Die lokalen Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, ihre Arbeit und ihre Anliegen den Landtagsabgeordneten vorzustellen und sie über den derzeitigen Stand des Leitbildprozesses für das Integrierte Wasserressourcen-Management (IWRM) Rhein-Main zu informieren. Dabei problematisierten die Mitglieder der Schutzgemeinschaft die Versiegelung weiterer Flächen im Rhein-Main-Gebiet, die die Auswirkungen von neuen Baugebieten auf die Trinkwasserversorgung nicht berücksichtige.

Die SPD-Abgeordnete Angelika Löber machte deutlich, dass die Versorgung mit Wasser wieder in der Regionalplanung verankert werden müsse, und dass eine Novellierung des Hessischen Wassergesetzes nötig sei, um die Interessen des Ballungsraums mit jenen der ländlichen Regionen, aus denen das Trinkwasser stammt, dauerhaft in Einklang bringen zu können.

Beispiel aus Florstadt

Schottens Bürgermeisterin Susanne Schaab forderte einen finanziellen Ausgleich zwischen dem städtischen Rhein-Main-Gebiet und dem ländlichen Raum, damit die Belastungen durch die flächendeckende Wasserversorgung in dünner besiedelten Gebieten nicht allein durch die Einwohner in den ländlichen Gebieten getragen werden müssten.

Dr. Hans-Otto Wack schlug zudem vor, verstärkt in Neubaugebieten ein doppeltes Wasserleitungssystem zu installieren, mit dem neben Trinkwasser auch Brauchwasser für andere Haushaltszwecke bereitgestellt werden könne. Als positives Beispiel nannte er Florstadt, wo in einem Neubaugebiet ein solches doppeltes System bereits umgesetzt wurde.

»Der SPD-Landtagsfraktion ist der Schutz des Wassers als wichtigster Teil der Daseinsvorsorge ein großes Anliegen. Daher haben wir das in der Vergangenheit immer wieder zum Gegenstand unserer parlamentarischen Arbeit gemacht und Debatten im Landtag angestoßen«, fasste Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl die Position ihrer Fraktion zusammen. Neben der Ressourcenschonung sei der SPD auch der Erhalt der Wasserqualität wichtig. Deswegen halte man eine Wassercentabgabe für Industriebetriebe, die Wasser verschmutzen, für sinnvoll. Damit könne man dann Wasserschutzmaßnahmen finanzieren.



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