09. Oktober 2018, 21:18 Uhr

Höchste Ehrung für Wilhelm Spamer

09. Oktober 2018, 21:18 Uhr
Das Gruppenbild der Geehrten zeigt (v. l.) Kreisbereitschaftsleiter Ulf-Immo Bovensmann, DRK-Landesverbandspräsident Norbert Södler, die Geehrten Marcel Höhnig, Wilhelm Spamer und Robert Belouschek, DRK-Kreisgeschäftsführer Thorsten Ellrich und DRK-Kreisvorsitzenden Hans-Ulrich Lipphardt. (Foto: pwr)

Vogelsbergkreis (pwr). Fast 50 000 ehrenamtliche Stunden wurden im Vorjahr von den Rotkreuzhelfern des Alsfelder Kreisverbandes geleistet. Darüber wurde kürzlich bei der Kreisversammlung im Dorfgemeinschaftshaus von Köddingen informiert. »In einer Gesellschaft, die offenkundig immer mehr auf Fit und Fun setzt, ist diese Zahl der ehrenamtlichen Stunden besonders bemerkenswert«, meinte Vorsitzender Hans-Ulrich Lipphardt in seinem Jahresbericht. Aus seiner Sicht steht die Anzahl der Stunden für Mühe, Einsatz und Verzicht auf Freizeit, doch auch für den Gewinn eines guten Stücks Lebensqualität. »Denn was könnte zufriedener machen, als das Bewusstsein, etwas Vernünftiges, Menschliches zu tun?«, meinte Lipphardt.

Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Ehrung von drei engagierten Rotkreuzhelfern. So erhielt Wilhelm Spamer das Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes, die höchstmögliche Auszeichnung der Hilfsorganisation. Er ist seit 49 Jahren Helfer und wirkte in Führungspositionen verschiedener Ortsvereine und Kreisverbände mit. Spamer gehörte zeitweise auch dem Landesausschuss des Jugendrotkreuzes an, fungierte über Jahrzehnte als Landesausbilder für Rettungsschwimmen und ist bis zum heutigen Tag Ausbilder in der Ersten Hilfe sowie für lebensrettende Sofortmaßnahmen. Bei über 700 dieser Lehrgänge hat Spamer Hunderte Menschen auf Notfälle vorbereitet. »Es lässt sich feststellen, dass das Rote Kreuz Wilhelm Spamer sehr viel bedeutet und ein Stück seines Lebens darstellt«, hob der stellvertretende Kreisvorsitzende Robert Belouschek hervor. Wie er sagte, wird Spamers beispielhafte Mitarbeit und hervorragende Unterstützung nicht nur kreisweit geschätzt.

Hilfsverbände arbeiten Hand in Hand

Belouschek selbst wurde für 60 Dienstjahre im DRK eine Auszeichnungsspange verliehen. Zudem bedankten sich die Rotkreuzhelfer mit einer kleinen Aufmerksamkeit für 56 Jahre Mitarbeit im Kreisvorstand. »Entschlossenheit, Schaffenskraft und umsichtiges Handeln prägen seine Persönlichkeit«, schreibt der Vorstand. Eine weitere Ehrung wurde Marcel Höhnig mit der bronzenen Verdienstmedaille des DRK-Kreisverbandes zuteil. Er engagiert sich seit über 20 Jahren in der Verpflegungsgruppe in Atzenhain, war in der Flüchtlingshilfe aktiv und packte bei mehreren Großeinsätzen mit an.

Kreisbereitschaftsleiter Ulf-Immo Bovensmann berichtete von rund 44 000 ehrenamtlichen Stunden in den Bereitschaften, die über 260 Helfer zählen. Sie wurden zu 25 Einsätzen alarmiert und leisteten eine Vielzahl von Ausbildungen. Besonders gefragt waren die Einsatzkräfte bei 183 Sanitätsdiensten, darunter Messen in der Hessenhalle oder der Faschingsumzug in Mücke. In gedruckter Version erhielt die Versammlung eine detaillierte Übersicht zur Arbeit der Kreiswasserwacht, des Verpflegungsdienstes, des Fernmeldedienstes, des Betreuungsdienstes, des Sanitätsdienstes und dem Fachdienst für Technik und Sicherheit.

Dem Kassenbericht von Schatzmeister Helmut Euler war eine gute Finanzlage des Verbandes zu entnehmen. Zu Delegierten für die Landesversammlung wurden Heinz Heilbronn, Helmut Reitz, Ulf-Immo Bovensmann, Karl Georg und Lothar Bott nebst fünf Stellvertretern gewählt.

In einem Grußwort hob der Präsident des Hessischen DRK-Landesverbandes Norbert Södler die Gleichstellung der Einsatzkräfte im Katastrophenschutz hervor. Er führte dazu die erfolgreiche Einführung der Anerkennungsprämie auch für die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes an. Befürwortet wurde von ihm die Einführung des Hessischen Staatsziels zur Förderung des Ehrenamtes, über welches im Rahmen der Landtagswahl abgestimmt werden kann.

Kreisbrandinspektor Dr. Sven Holland dankte für die gute Zusammenarbeit der Feuerwehren und Hilfsorganisationen im Vogelsbergkreis. Er blickte auf verschiedene größere Einsätze und Übungen zurück. Dabei hob er insbesondere die Verpflegung der Einsatzkräfte durch das DRK hervor. Von einer ebenfalls guten Zusammenarbeit sprachen Polizeioberkommissar Heiko Emmrich für das Polizeipräsidium Osthessen sowie Bernhard Ziegler für den DRK-Kreisverband Lauterbach.

Die nächste Delegiertenversammlung des DRK-Kreisverbandes Alsfeld soll am 11. Oktober 2019 in Schwalmtal-Rainrod stattfinden.

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