16. Oktober 2018, 05:00 Uhr

Das wurde Zeit

In Deckenbach Einsatzwagen nach 30 Jahren ersetzt

Es war nicht das erste Mal: Die Deckenbacher Feuerwehr kauft sich die Ausrüstung selbst und baut sie auch noch aus. Außerdem wurden Feuerwehrleistungsabzeichen überreicht.
16. Oktober 2018, 05:00 Uhr
Offiziell in den Dienst gestellt wird ein neuer Einsatzwagen der Feuerwehr, der von Verein finanziert wird. (Foto: pwr)

Zum Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr wurde am Sonntag ein neues Einsatzfahrzeug in den Dienst der Stadt Homberg gestellt. Der über zwei Tonnen schwere Personenkraftwagen verfügt über fünf Sitzplätze und 110 Pferdestärken. Zur Ausrüstung zählen zwei Funkgeräte, zwei Handscheinwerfer und eine großzügige Ladefläche. Das selbst aufgebaute Fahrzeug löste einen 30 Jahre alten Mannschaftstransportwagen ab und rückte bereits vor seiner offiziellen Indienststellung zu fünf Einsätzen aus.

Ermöglicht wurde die über 10 000 Euro starke Anschaffung für einen modernen Brandschutz durch den Feuerwehrverein. »Dessen aktueller und voriger Vorstand sorgten für die Investition«, schilderte Wehrführer Edgar Steih. Aus seiner Sicht klappt die Zusammenarbeit zwischen dem gemeinnützigen Verein und der öffentlichen Einsatzabteilung gut. »Es ist nicht die erste große Investition des Vereins in die Feuerwehr«, betonte Steih. Der Vorsitzende des Vereins, Markus Maus, machte deutlich, dass die Planungen bis in das Jahr 2012 zurückreichten. »Seitdem wurden Rücklagen für das neue Fahrzeug gebildet«, berichtete Maus.

 

Stadt gibt 1000 Euro dazu

 

Wie der Wehrführer und der Vereinsvorsitzende schilderten, soll das Fahrzeug der Jugendfeuerwehr, der Wettbewerbsgruppe und der Einsatzabteilung dienen. Für diese Nutzung war in den vergangenen Monaten viel ehrenamtliches Engagement für Umbauarbeiten gefordert. Besonders gewürdigt wurden in diesem Zusammenhang die Feuerwehrleute Ingo Reiß, Rainer Fleischhauer und Marcel Rinninsland. Bürgermeisterin Claudia Blum stellte das Feuerwehrauto mit einem großen Danke in den Dienst. Aus ihrer Sicht zeichnen sich die Feuerwehrleute in Deckenbach durch Mannschaftsstärke und Engagement aus. Wie sie sagte, wird der Bedarfs- und Entwicklungsplan für die Freiwillige Feuerwehr der Stadt derzeit überarbeitet. Trotz dieses Zustandes habe sich der Magistrat für eine Zuwendung über 1000 Euro in das Fahrzeugprojekt entschieden. Weiterhin teilte sie mit, dass Lkw-Führerscheine für freiwillige Feuerwehrleute künftig bis zu einem Betrag von 1800 Euro finanziert werden. »Das soll die Anerkennung für das Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr zum Ausdruck bringen«, sagte Blum.

Ortsvorsteher Bernd Reiß zeigte sich über die Indienststellung des Fahrzeugs sehr erfreut. Wie er schilderte, gab es in jüngster Vergangenheit einige sichtbare Veränderungen im Ortsbild. »Das kann so weitergehen«, sagte er mit einem Lachen. Er sprach großes Lob an all diejenigen aus, die sich für die Investition engagiert haben.

 

Jugendwehr tritt in Aktion

 

»Die Feuerwehrleute sind jetzt wieder sicher mobil und technisch auf einem guten Stand«, bilanzierte Reiß. Insbesondere lobte er das Engagement der Feuerwehr in der Jugendarbeit. »Die Kette von unten nach oben muss erhalten werden«, machte er im Hinblick auf den künftigen Brandschutz im Ort deutlich. Es mache ihn stolz, wenn junge Frauen und Männer ihre Freizeit für die Freiwillige Feuerwehr bei Lehrgängen oder Leistungsübungen opferten. Stadtbrandinspektor Thomas Stein berichtete von einem großen Interesse des Magistrats an dem Fahrzeugprojekt in Deckenbach. Laut seinen Schilderungen wurde das Engagement der Ehrenamtlichen vonseiten der Stadt zu jeder Zeit unterstützt. Er nutzte den Anlass und überreichte eiserne Feuerwehrleistungsabzeichen an Lars Weitzel, Edgar Steih, Markus Maus, Lukas Löchel, Robin Zaunmüller, Marcel Rinninsland, Niklas Margolf, Valentin Gröb, Pascal Schleich, Jonathan Gröb und Yvonne Köhler.

Anlässlich des Tages der offenen Tür boten Deckenbachs Brandschützer einige Aktionen rund um das örtliche Feuerwehrhaus an. Unter anderem die Jugendfeuerwehr, die Wettbewerbsgruppe und die Einsatzabteilung führten Löschangriffe vor. So konnten unter anderem die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr ihr Können vor rund 100 Zuschauern präsentieren. Sie zeigten einen Teil des Bundeswettbewerbs der Deutschen Jugendfeuerwehr..

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