25. Oktober 2018, 22:06 Uhr

Demo für die Demokratie

25. Oktober 2018, 22:06 Uhr
Werben für die Kundgebung #unteilbar in Alsfeld: Norbert Kelbassa, Silvia Lucas, Stephan Hanisch (v. l.). (Foto: jol)

14 Organisationen und 31 Personen rufen zum Schutz des Asylrechts und der sozialen Gerechtigkeit auf, sie wollen unter dem Begriff »#unteilbar« am Samstag ab 11 Uhr auf dem Marktplatz in Alsfeld demonstrieren – und rufen zur Teilnahme »überzeugter Demokraten« auf.

Der Aufruf kursiert seit wenigen Tagen in der Alsfelder Region und ist auf breites Echo gestoßen, wie für die Organisatoren Silvia Lucas, Stephan Hanisch und Norbert Kelbassa bei einem Pressetermin erklärten. Angelehnt ist die Aktion an die Großdemonstration in Berlin, bei der jüngst fast eine Viertelmillion Menschen zusammenkamen. »Das war eine der größten Demonstration in der Bundesrepublik seit Langem«, freut sich Hanisch.

Nun wollen auch in Alsfeld viele Menschen »für die demokratische Grundordnung« auf den Marktplatz gehen. Den Organisatoren geht es um eine positive Botschaft: »Für ein Europa der Menschenrechte und der sozialen Gerechtigkeit, für das Recht auf Schutz und Asyl und eine freie und vielfältige Gesellschaft.« Abgelehnt werden Rassismus und Diskriminierung. Ein Hintergrund dieser Kundgebung ist das Erstarken von extremistischen Gruppierungen auch im Vogelsberg. So kleben Sticker der rechtsextremen »Identitären« an Laternenmasten, haben kürzlich rechtsorientierte Schläger einen Jugendraum überfallen und die NPD betreibe weiter ihre Hetze. »Wir haben Spaß daran, Demokraten zu sein und wollen das zeigen«, stellt dem Silvia Lucas entgegen.

In dem Aufruf wird auf rassistische Kommentare auf digitalen Plattformen verwiesen. Deshalb wolle man mit weiteren »überzeugten Demokraten« am Abschlusstag der Landtagswahl Flagge zeigen. Der Aufruf wird unterstützt vom evangelischen Dekanat Alsfeld, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, der Linken, Arbeiterwohlfahrt, Grünen, Freiwilligenzentrum, BUND und dem Förderverein Jüdische Geschichte. Unter den Privatleuten sind auch SPD-Politiker wie Swen Bastian und Dr. Christoph Stüber.

Am Samstag soll es darum gehen, »miteinander ins Gespräch zu kommen«, wie es Hanisch ausdrückt. Ab 11 Uhr gibt es deshalb nur eine kurze Begrüßung, dann will man Statements der Teilnehmer sammeln, die anschließend verlesen werden. »Ich gehe davon aus, dass der Marktplatz gut gefüllt sein wird«, hofft Hanisch.

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