11. November 2018, 20:56 Uhr

»In dieser Zeit retten Sie Leben«

11. November 2018, 20:56 Uhr
KOA
Am Brandsimulator üben die angehenden Helfer das Vorgehen beim Feuer. (Foto: koa)

Brüchige Kabel, überhitzte Heizdecken, unsichere Weihnachtsbeleuchtung – die Gefahren für einen Brand verbergen sich hinter vielen Namen. Für Horst Köhler, Wehrführer in Kirtorf, war es ein großes Anliegen, seinen Zuhörerinnen und Zuhörern die Bedeutung des vorbeugenden Brandschutzes zu verdeutlichen. Mit großem Interesse verfolgten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses am Gleenbach und der Firma Kleintges die Ausführungen. Alle zwei Jahre müssen Unternehmen solche Schulungen anbieten. Stadtbrandinspektor Heino Becker betont, »es ist von großer Bedeutung, dass Mitarbeiter geschult sind, denn sie sind die ersten fünf bis zehn Minuten alleine, wenn ein Brand ausgebrochen ist. In dieser Zeit retten Sie Leben.«

Diese knapp zehn Minuten benötigt die Feuerwehr von der Alarmierung bis zum Ausrücken. Schier unglaublich, was die Feuerwehrleute in dieser kurzen Zeit zu leisten vermögen, denn sie müssen in wenigen Minuten von Zuhause oder dem Arbeitsplatz zur Wache gelangen und von dort aus in voller Montur ausrücken. »Die Zeit, die wir aber brauchen, um zu Ihnen zu kommen, müssen Sie selbst Einsatz zeigen«, sagt Köhler. Mit Udo Brosig, Susanne Sturm und Melanie Zargas-Graf gab es viele Infomationen an dem Abend. Da ging es um Aufgaben der Feuerwehr wie Brandschutz, technische Hilfeleistung und Umweltschutz. Großes Augenmerk legte er auf die Erläuterung der Brandursachen. »Jeder vierte Brand wird durch Haushaltsgeräte verursacht«, so Köhler. Dazu gehören Mehrfachsteckdosen, Heizdecken oder Bügeleisen, die umfallen.

Für den Fall der Fälle gab es wertvolle Tipps, die in einem praktischen Test mündeten. Am Gerätehaus war ein Löschtrainer aufgestellt, der verschiedene Brände simuliert. »Wie ist das, wenn ein PC oder ein Mülleimer brennt«, sagten die Feuerwehrleute und drückten den Novizen die passenden Löschmittel in die Hand.

Für Geschäftsführer Stephan Kleintges war die Schulung wichtig. »Wir verwenden in unserem Unternehmen für Elektro-Gerätebau viele Materialien, die leicht brennbar sind. Heute und hier fünf Brandschutzhelfer ausbilden zu lassen, ist eine gute Entscheidung.« Die Teilnahmebescheinigung war ihnen sicher. Genauso wie für die Mitarbeiter aus dem Haus am Gleenbach. Für sie wurde die Brandschutzausbildung hinsichtlich der Rettung von Senioren und Bettlägerigen sowie den Fluchtwegen, die stets frei gehalten werden müssen, individualisiert.

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