13. Januar 2019, 18:53 Uhr

Explosion durch heißes Fett

13. Januar 2019, 18:53 Uhr
Udo Richber und David Laubinger von der Feuerwehr zeigen mit dem Feuerlöschtrainer, wie explosionsartig sich ein Fettbrand entwickelt. (Foto: eva)

Informationen rund um den Brandschutz, Brandursachen und deren Bekämpfung durch Stefan Wehrwein von der Feuerwehr Burg-Gemünden waren das Hauptthema des jüngsten Seniorennachmittages im ev. Gemeindehaus Nieder-Gemünden. »Die freiwilligen und hauptberuflichen Einsatzkräfte der Feuerwehren sind Tag und Nacht an 365 Tagen im Jahr ein Garant für die Sicherheit der Bevölkerung«, begann Wehrwein seine Präsentation. Neben der Brandbekämpfung befasse sich in der Zwischenzeit die Mehrzahl der Einsätze mit Hilfeleistung bei Unwettern, Verkehrsunfällen oder mit Aufgaben zum Umweltschutz. Brandschutzerziehung sei in den letzten Jahren per Gesetz hinzugekommen.

»Durch das sofortige Alarmieren der Feuerwehr (112) bei Entstehung eines Brandes schaffen sie einen Zeitvorsprung der Leben retten kann«, sagt Wehrwein. Im Brandfall sollte man binnen vier Minuten das Gebäude verlassen. Sonst besteht die Gefahr einer Rauchgasvergiftung, die 80 % der Todesfälle bei Bränden verursache. Da das Einamten von Brandrauch in kürzester Zeit wie eine Narkose wirke, seien Rauchmelder lebensrettend.

Fast jeder vierte Brand in Privathaushalten entstehe durch elektrische Haushaltsgeräte. Besondere Gefahren gingen von Heizgeräten, Heizdecken, Bügeleisen und Kühlschränken aus. Der Stand-by-Modus bei TV-Geräten oder HiFi-Anlagen erhöhe die Brandgefahr. Oft seien Kamine und Öfen Ausgangspunkt von Bränden, da die starke Aufheizung der Umgebung unterschätzt werde. Unachtsamkeit kann leicht zu Brandkatastrophen führen, wie beim Zigarettenrauchen im Bett und unachtsam weggeworfene Streichhölzer. Große Brandgefahr bergen Weihnachtsbäume, das Silvesterfeuerwerk und billige Lichterketten aus Fernost ohne CE-Kennzeichen.

Wehrwein warnte, dass leere Spraydosen im erhitzten Zustand zu Sprengkörpern werden können. Ebenso stellten Benzin, Alkohol und Lacke seien ein Brandrisiko.Dass auch in leeren Batterien noch Energie stecken kann, demonstrierte Wehrwein mkit einer fast leeren Batterie, die Stahlwolle entzündete.

Thema waren Brandgefahren in der Küche, die durch nicht ausgeschaltete Herdplatten oder überhitztes Fett in Pfannen und Friteusen entstehen. Wasser auf überhitztem Fett sorgt für eine Expolsion. Deshalb solle man bei einem Öl- oder Fettbrand mit einem Deckel den Sauerstoff entziehen. Ein Feuerlöscher könne eingesetzt werden. Ein Brandschutzspray aus dem Baumarkt sei eine andere Möglichkeit.

Um sich bei der Handhabung sicher zu sein, sollte man die Anleitung des Feuerlöschers im Haushalt immer wieder anschauen. Wer Tipps von der Feuerwehr erhalten will, hat am 2. Juni beim »Tag der Vereine« in der Mehrzweckhalle Gemünden Gelegenheit. Zum Schluss zeigten Udo Richber und David Laubinger auf dem Hof mit dem Feuerlöschtrainer, wie sich ein Fettbrand explosionsartig entwickelt.

Programmpunkte waren die Andacht von Pfarrerin Ursula Kadelka sowie ein Text von Hannelore Schwenk. Ingrid Stein und Renate Müller amüsierten mit dem Sketch »15 Kilo zu viel«.

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