11. Februar 2019, 21:59 Uhr

Ultrafiltration für Hochbehälter

11. Februar 2019, 21:59 Uhr
Wasser aus dem neuen Brunnen muss im Hochbehälter durch die Ultrafiltrationsanlage laufen. (Foto: au)

Ulrichstein (au). Mit der Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 30 Prozent bis 2020 und um 40 Prozent bis 2025 gegenüber 1990 hat sich das Land Hessen ein hohes Ziel gesetzt. Bis 2050 soll sogar Klimaneutralität erreicht werden. Das Projekt startete im Jahr 2009 unter dem Namen »Hessen aktiv: 100 Kommunen für den Klimaschutz«. Inzwischen haben über 200 Städte und Gemeinden diese Charta unterzeichnet, und seit Freitag ist auch Hessens Bergstädtchen Ulrichstein dabei. Die Stadtverordneten beschlossen in ihrer Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus Rebgeshain einstimmig ihren Beitritt dazu.

Nun wird ein Aktionsplan zum Klimaschutz und zur Klimawandelanpassung aufgestellt, um darzulegen, wie die geforderten Ziele erreicht werden können. Finanzielle Vorteile haben die Städte und Gemeinden zum Beispiel beim Einbau von besonderen energieeinsparenden Pumpen in die Tiefbrunnen für die Trinkwassergewinnung. Einstimmig fiel auch der Beschluss zum Ankauf einer Ultrafiltrationsanlage für den Hochbehälter Ulrichstein aus. Ende September 2017 war ein Antrag der Fraktion »Alternative Kraft« zum Ankauf einer solchen noch abgelehnt worden, weil nicht sicher war, wie lange diese benötigt werde, und zudem lief die Anlage damals nicht störungsfrei. Inzwischen wurden die Mängel behoben, und aufgrund einer Auflage des Gesundheitsamtes muss das neue Brunnenwasser über diese Anlage laufen. Im Frühjahr sollen die Bohrarbeiten fortgesetzt und dann das Wasser aus den Schürfquellen wieder in den Hochbehälter geleitet werden. Dafür ist dann ebenfalls der Einsatz der Ultrafiltrationsanlage erforderlich. Die Kosten der Anlage betragen 62 180 Euro. Die Mietkosten für die derzeitige Anlage betragen bis zum endgültigen Ausbau des neuen Brunnens rund 49 000 Euro. Die Stadtverordneten nahmen über- und außerplanmäßige Ausgaben aus 2010 und 2011 zur Kenntnis. Außerdem entlasteten sie nach dem uneingeschränkten Prüfungsvermerk des Rechnungsprüfungsamt den Magistrat für das Rechnungsjahr 2011.

Stadtverordnetenvorsteher Karl Weisensee informierte über den Sachstand der von den Fraktionen eingebrachten Anträge. So sind von elf gestellten Anträgen alle in Bearbeitung, aber nur drei endgültig abgeschlossen.

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