10. März 2019, 21:47 Uhr

Sturmfolgen

Sturm im Vogelsbergkreis: Autos stecken zwischen umgestürzten Bäumen fest

Orkanartige Böen Sonntag Abend mit gravierenden Folgen. Auch am Montag noch werden Straßen gesperrt bleiben. Glück im Unglück: Menschen kamen nicht zu Schaden.
10. März 2019, 21:47 Uhr
Hier fährt erstmal keiner mehr durch: Wegen auf der Fahrbahn liegenden und zu kippen drohenden Bäumen muss die Straße bei Groß-Felda gesperrt bleiben. (pwr)

Mehr als 300 Feuerwehrleute waren am Sonntag im Vogelsbergkreis im Sturmeinsatz. Tief Eberhard wehte mit orkanartigen Böen über die Städte und Gemeinden hinweg, dabei wurden am Abend rund 50 Einsatzstellen für die Freiwilligen Feuerwehren in 14 der 19 Vogelsbergkommunen gezählt. Verletzt wurde laut ersten Angaben glücklicherweise niemand.

Besonders betroffen war das Stadtgebiet von Alsfeld, dort waren alleine mehr als 50 Feuerwehrleute an fast 20 Einsatzstellen gefordert. Auf der B 62 zwischen Angenrod und Ober-Gleen stürzte ein Baum auf ein Auto, die Insassen blieben unverletzt. In der Kernstadt wurde die Gartenausstellung eines Möbelhauses verweht, das Dach einer Halle großflächig abgedeckt. Fenster von einem Gerichtsgebäude wurden aufgedrückt und etwa zehn Bäume entwurzelt oder abgeknickt.

Auf der B 49 zwischen Romrod und Alsfeld wurden zwei fast 20 Meter lange Nadelbäume entwurzelt und blockierten die Fahrbahn auf voller Breite. Dazu rückte die Freiwillige Feuerwehr Romrod zur Hilfe an. Mit einer Motorkettensäge schnitten die Feuerwehrleute die Straße wieder frei. Deshalb war eine halbstündige Vollsperrung nötig.

Voll gesperrt aufgrund von Windbruch bleiben vorerst die Landesstraße 3071 zwischen Groß-Felda und der B 49, ebenfalls die Landesstraße 3071 zwischen Kirtorf und Ehringshausen sowie die Landesstraße 3160 zwischen Eifa und Eulersdorf.

 

Reisebus hängt fest

In der Gemeinde Antrifttal waren etwa 20 Feuerwehrleute bei Angenrod, Ohmes und Seibelsdorf zur Beseitigung von umgestürzten Bäumen im Einsatz. In der Gemeinde Feldatal waren etwa 30 Feuerwehrleute wegen Windbruch bei Windhausen, Stumpertenrod und Groß-Felda gefordert. In der Gemeinde Gemünden war die Feuerwehr an vier Einsatzstellen mit 35 Kräften vor Ort, unter anderem stürzte ein Baum auf ein Wohnhaus. Von sehr vielen umgestürzten Bäumen berichtete Grebenaus Stadtbrandinspektor Michael Jahnel, insgesamt drei Einsatzstellen mit 30 Einsatzkräften wurden gezählt. Sein Amtskollege Thomas Stein berichtete von ebenfalls drei Einsatzstellen in Homberg, dort stürzten Bäume auf Straßen bei Appenrod, Nieder-Ofleiden und Büssfeld. Ebenfalls drei Einsatzstellen gab es bei Kirtorf, dort stürzten laut Feuerwehrangaben insgesamt 23 Bäume um. Wie ein Feuerwehrsprecher berichtete, wurde auf der Landesstraße zwischen Ober-Gleen und Heimertshausen zunächst ein Reisebus durch einen Baumsturz blockiert.

Im Stadtgebiet von Lauterbach eilte die Feuerwehr bei zwei abgedeckten Dächern zur Hilfe. In der Gemeinde Mücke gab es zwei Baumstürze auf Straßen sowie ein abgedecktes Dach, 20 Feuerwehrleute waren im Einsatz. In Schotten gab es drei Baumstürze auf Straßen, ebenfalls 20 Feuerwehrleute waren im Einsatz. In der Gemeinde Schwalmtal wurde der Kamin eines Wohnhauses beschädigt, zudem stürzten Bäume auf die Straße zwischen Rainrod und Eifa. Etwa 20 Schwalmtaler Feuerwehrleute waren an den beiden Einsatzstellen vor Ort. Bei Ulrichstein wurden drei umgestürzte Bäume auf Straßen gezählt, die jeweils von Feuerwehrleuten weggeschnitten wurden. Wie Stadtbrandinspektor Andreas Hädicke schilderte, war an einer Einsatzstelle ein Auto durch Windbruch eingeschlossen.

Lediglich in Freiensteinau, Herbstein, Lautertal, Schlitz und Wartenberg kam es bis Redaktionsschluss zu keinen Feuerwehreinsätzen.

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