22. April 2019, 20:06 Uhr

Bemühen um Tagesalarmsicherheit

22. April 2019, 20:06 Uhr
Die mit einer Anerkennungsprämie bedachten Feuerwehrleute. (Fotos: sf)

Ulrichstein-Unter-Seibertenrod (sf). »Das Problem Tagesalarmsicherheit zieht sich durch den Bericht der Feuerwehr schon seit Jahren – wie vermutlich bei der Mehrheit anderer Feuerwehren auch«, benannte Stadtbrandinspektor (SBI) Andreas Hädicke die größte Herausforderung der städtischen Freiwilligen Feuerwehren bei der gemeinsamen Hauptversammlung. Es sei eine ständige Herausforderung in den Gemeinden, in denen die meisten Feuerwehrleute außerhalb arbeiten, tagsüber eine schlagkräftige Feuerwehrmannschaft sicherzustellen. Positiv sei die Bereitschaft von vier Ulrichsteiner Firmen (Medicap, Ludwig, Kraft und der Dampf it.), die durch die Freistellung ihrer Mitarbeiter entscheidend zur Sicherstellung der Tageseinsatzbereitschaft beitrügen. Zudem trügen sechs Mitarbeiter der Stadtverwaltung und des Bauhofes mit Bürgermeister Edwin Schneider zur Tagesalarmbereitschaft bei.

Alle notwendigen Investitionen wurden laut Hädicke durch die Stadt eingeleitet. Der Katastrophenschutzzug Ulrichstein habe an einer Großübung in Mücke teilgenommen, weitere Ulrichsteiner an der Katastrophenschutzübung des Vogelsbergkreises.

Das Thema Wasserknappheit/trockener Sommer beschäftigte die Wehr im Vorjahr, und Dank gelte den Landwirten, die gefüllte Güllefässer zur Sicherstellung des Brandschutzes bereit gestellt hätten. So habe man im Ernstfall schnell auf rund 200 Kubikmeter Löschwasser zurückgreifen können.

2018 leisteten 204 Mitglieder in den Einsatzabteilungen der neun Stadtteile ihren Dienst. Es gab 58 Einsätze (2017 nur 23). Die Feuerwehr Ulrichstein Mitte rückte 52mal aus, Bobenhausen zehnmal, Feldkrücken fünfmal, Helpershain elfmal Kölzenhain neunnmal, Ober Seibertenrod, Rebgeshain und Unter-Seibertenrod je sechsmal und Wohnfeld siebenmal. Es gab acht Fehlalarme, 17 Brände (davon zwei Wohnhausbrände) sowie 33 Hilfeleistungen. Überörtlich musste die Feuerwehr viermal ausrücken und zur nachbarschaftlichen Hilfe sechsmal.

Frauenbeauftragte Rosi Schmitz berichtete von 38 Wehrfrauen. Die meisten Frauen der Einsatzabteilung gibt es in Rebgeshain mit neun, gefolgt von Ulrichstein mit sieben. Sie wünscht sich noch weitere aktive Frauen. Die Feuerwehrfrauen haben 2018 insgesamt 1113 Stunden investiert. Von der Ehren- und Altersabteilung berichtete Erwin Momberger, und Tina Armschat berichtete über die aktive Jugendfeuerwehr. In Unter-Seibertenrod gebe es wieder eine Gruppe, und insgesamt seien 28 Jungen und 24 Mädchen in der Großgemeinde in der Jugendfeuerwehr sowie 18 Jungen und 22 Mädchen in der Kinderfeuerwehr. Armschat wünscht sich auch noch weitere Mitstreiter in Sachen Betreuung.

Pöbeleien und Gaffer

Bürgermeister Edwin Schneider sprach eine sehr unschöne Entwicklung an: Es häuften sich die Fälle, bei denen Menschen, die helfen wollten, angepöbelt oder gar angegriffen würden. Auch Gaffern würden oft stören. Der sehr unguten gesellschaftlichen Entwicklung müsse man im Ansatz klar begegnen.

»Als aktiver Feuerwehrler weiß ich, dass die Anforderungen an die Feuerwehrleute in den vergangenen Jahren enorm gestiegen sind. Wir müssen auf viele höchst unterschiedliche Szenarien vorbereitet sein. Das betrifft Ausbildung und Ausrüstung. Die Aufgabe der Stadt ist es dafür zu sorgen, dass beides sich immer auf dem dafür notwendigen hohen Standard befindet. Um den Nachwuchs zu sichern, hat es sich bewährt die Jugendfeuerwehr aufrecht zu erhalten und weiter zu unterstützen. Die Bambinifeuerwehr ist folgerichtig und muss weiter unterstützt werden«, sagte Schneider. Die Gesamtausgaben für die Feuerwehr haben2018 rund 285 000 Euro betragen.

Landrat Manfred Göring sprach von einem guten Ausbildungsstand. Der Digitalfunk und das Programmieren der Pager sein noch einmal eine Herausforderung gewesen. Die Atemschutzübungsanlage in Alsfeld werde wieder in dem alten Gebäude aufgebaut. Dies sei die kostengünstigste Lösung und werde noch ein Jahr dauern bis zur Fertigstellung.

Landrat Görig ehrten mit Brandschutzehrenzeichen am Bande in Silber für Sonja Dietz, Markus Horst, Stephanie Kern und Heiko Müller. Das goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande erhielten Holger Becker, Joachim Erbes und Achim Krämer.

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