05. Juni 2019, 22:06 Uhr

Gegen Abbau des Sozialstaates

05. Juni 2019, 22:06 Uhr
Das Ehrungsbild zeigt (v. l.) SPD-Unterbezirksvorsitzenden Patrick Krug, AWO-Vorsitzenden Heinz Heilbronn, Helmut Klaß (10 Jahre), Ilse Röhrig (40), Horst Dietrich (10), Anna Merle (10), Gerhard Bonn (25), Edith Heinrich (40), Peter Rahm (10), Monika Hannig (25) und Joachim Hannig (25). (Foto: pwr)

Ein Referat des neuen SPD-Unterbezirksvorsitzenden Patrick Krug stand kürzlich im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Alsfelder Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Dabei warnte Krug, die europäische Idee von Freiheit, Demokratie, wirtschaftlicher Zusammenarbeit und politischer Partnerschaft über nationale Grenzen hinweg sei aus seiner Sicht gefährdet, wenn Rechtspopulisten mehr politische Bedeutung bekommen. »Die Rechtspopulisten lehnen die EU ab und wollen den Sozialstaat zurückfahren, auf das Niveau des 19. Jahrhunderts«, sagte der SPD-Unterbezirksvorsitzende. Wichtiger als je zuvor sei es darum, Europas Einheit zu verteidigen und zu stärken. Er warb für faire Regeln sowie starke Arbeitnehmer- und Verbraucherschutzrechte, gerade auch in Zeiten der Digitalisierung und des technologischen Wandels.

Ähnlich äußerte sich Bernhard Bender vom AWO-Kreisverband. Er betonte, dass es wichtig sei, in der AWO Mitglied zu sein, denn gerade in Zeiten, in denen zunehmend rechts gerichtete Parteien und Meinungen mit Hass und Rechtspopulismus zutage treten würden, habe die AWO schon immer klare Positionen bezogen und trete mit Engagement für die Achtung der Menschenrechte ein.

Im Jahresbericht resümierte der Alsfelder AWO-Vorsitzende Heinz Heilbronn die Aktivitäten des 64-köpfigen Ortsvereins, der im Vorjahr drei neue Mitglieder aufnahm. Er wies auf zwölf AWO-Veranstaltungen hin, darunter eine Lesung mit Traudi Schlitt, ein Vortrag zur Patientenverfügung und ein Salzekuchenessen. Um die Weihnachtszeit seien 250 Lebkuchenpakete und 100 Schokonikoläuse an Bedürftige gespendet worden. Heilbronn merkte zu den AWO-Veranstaltungen eine gute Gemeinsamkeit mit den SPD-Senioren an, zudem hob er die Verdienste von Gerhard Bonn als AWO-Vertreter im Seniorenbeirat der Stadt Alsfeld und die Fürsorge von Marlene Dietrich für Vereinsmitglieder an Geburtstagen und Jubiläen hervor. Dem Kassenbericht waren wenige Spenden zu entnehmen. »Wir sind für unser Engagement auf Spenden angewiesen«, machte Heilbronn dazu deutlich. Zum neuen Kassenprüfer wurde Gerhard Bonn gewählt.

Geehrt wurden für zehnjährige Mitgliedschaft Peter Rahm, Helmut Klaß, Anna Merle und Horst Dietrich, für 25 Jahre Gerhard Bonn, Monika Hannig und Joachim Hannig. Eine Ehrung für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten Edith Heinrich und Ilse Röhrig. Tilly Spitz wurde bereits vor der Versammlung geehrt.

Dr. Christoph Stüber, Vorsitzender der SPD-Stadtverordnetenfraktion Alsfeld, informierte in Stichworten über die Fraktionsarbeit. Die AWO-Initiative zur barrierefreien Altstadt habe die Fraktion aufgenommen und sei nach Anhörung weiterer Verbände zum Ergebnis gekommen, einen Behindertenbeirat der Stadt Alsfeld einzurichten, der auch ein Rede- und Antragsrecht habe. Dies sei jedoch von Bürgermeister Stephan Paule und der CDU-Fraktion abgelehnt worden.

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