15. Juli 2019, 22:08 Uhr

Vor diesen Enkeln wird gewarnt

15. Juli 2019, 22:08 Uhr

Im Rahmen des Tages der Begegnung begrüßten Irmhild Bernhard und Bürgermeister Leopold Bach mehr als 30 Senioren im Gasthaus Weifenbach. Sie stellten den Sicherheitsberater für Senioren, Bernd Klaus, vor.

Der ehemalige Polizeibeamte steht Senioren mit Rat und Tat zur Seite. Vorweg stellte Bach klar, dass Feldatal kein Sicherheitsproblem hat, sondern durch das neue Angebot das Sicherheitsgefühl weiter gestärkt werden soll. Klaus referierte in seiner Auftaktveranstaltung zum Thema »Enkeltrick«.

Immer mehr Menschen in Deutschland sind älter als 65 Jahre. Viele von ihnen sind gesund, aktiv und fit bis ins hohe Alter. Mit den Worten »Mir kann das nicht passieren - aber täglich fallen Senioren darauf herein« eröffnete Klaus seine Ausführungen. »Diese Betrugsform, der sogenannte ›Enkeltrick‹, ist besonders hinterhältig und kann existenzielle Folgen haben. Fallen Sie auf diese Ganoven herein, können Sie hohe Geldbeträge verlieren - unter Umständen die Lebensersparnisse.« Mit den Worten »Rate mal, wer hier spricht« oder ähnlichen Formulierungen melden sich die Betrüger per Telefon, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten um Bargeld. »Als Grund werden ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall, Auto oder Computerkauf«, wie Klaus ausführte. Die Lage wird immer äußerst dringlich dargestellt. Oft versuchen die Betrüger, ihre Opfer durch wiederholte Anrufe unter Druck zu setzen.

Sobald man sich bereit erklärt, zu zahlen, kündigen die Täter einen Boten an, der sich mit einem zuvor vereinbarten Kennwort ausweist und das Geld abholt. Hat man die geforderte Summe nicht parat, wird man gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen und den Betrag abzuheben. Nicht selten ruft der Täter sogar ein Taxi, wenn man den Weg nicht zu Fuß bewältigen kann. Auf diese Weise haben »Enkeltrick«-Betrüger in der Vergangenheit bereits hohe Beträge erbeutet. Für Kriminelle stellt die Generation 65+ aus unterschiedlichsten Gründen ein lohnendes Ziel dar. Fast immer haben sie es auf die Ersparnisse der Senioren abgesehen. Mit perfiden Tricks missbrauchen Straftäter deren Vertrauen, beispielsweise in die Polizei oder in ihre Familien. Oder sie nutzen die Veränderungen, die der Fortschritt vor allem im Bereich Computer und Internet mit sich bringt, gezielt aus. »Falsche Polizeibeamte«, »Enkeltrick« oder Betrug beim Onlinebanking sind nur einige der Maschen.

Bei Eis und Gesang - unter musikalischer Begleitung durch Walter Steuernagel - klang der gelungene Nachmittag aus. Weitere Informationsveranstaltungen werden folgen.

Zu erreichen ist Sicherheitsberater Bernd Klaus unter der Telefonnummer 0 66 37 / 360 oder Mobil unter 0151 / 41 84 9809.

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