17. Juli 2019, 08:35 Uhr

Brunnenfest

Kirmeskrieg und alte Grenzsteine beim Homberger Grenzgang

Das Homberger Brunnenfest und damit auch der beliebte Grenzgang stehen unmittelbar bevor.
17. Juli 2019, 08:35 Uhr
Schöner Blick von einer Wiese oberhalb von Haarhausen mit Blick ins Ohmtal. (Foto: Hartmut Kraus)

Gleich am Anfang der Wanderung ist von den Außengrenzen der Großgemeinde Homberg noch nichts zu sehen. Dafür warten aber interessante Erläuterungen über das hervorragende Haarhäuser Obst und die entsprechenden Anlagen auf die Wanderer.

Auf dem weiteren Weg haben die Spaziergänger einen grandiosen Blick auf Haarhausen mit dem Hintergrund von Europas größtem Basaltsteinbruch, wozu fachkundige Erläuterungen nicht fehlen. Dann geht es ein gutes Stück direkt an der ehemaligen Grenze zwischen Preußen und dem Großherzogtum Hessen-Darmstadt entlang. Nach dem beliebten »Grenzgangsfrühstück« tauchen dann so einige Fragen auf, deren Antworten sicherlich bei den Grenzgängern einige Verwunderung auslösen dürften.

Wie war das nochmal mit dem Kirmeskrieg im Jahre 1905, wo fand der statt und wer wurde hier hinters Licht geführt, die Preußen vielleicht? Und auf dem weiteren Weg in Richtung Nieder-Ofleiden wird es noch etwas dubioser.

Wie war das damals im Jahre 1932, als die Kommunisten die Nazis partout nicht nach Nieder-Ofleiden reinlassen wollten und Letztere von über hundert Gegnern verprügelt wurden? Fragen über Fragen, bevor dann in der Nähe des Pferdsgrabens wieder alte und fast zugewachsene Grenzsteine auftauchen. Ein wunderschöner verschwiegener Teich mit reichlichem Besatz an Fröschen und herrlichen gelben Teichrosen entzückt dann das Auge, bevor die komplett erneuerte »Schwarze Brücke« passiert wird und unmittelbar dahinter bereits der Bus wartet, um die Grenzgänger wieder nach Homberg zurück zu bringen. Die Wanderstrecke führt in diesem Jahr durchgehend über freies Feld. Also sollte man je nach Wetterlage für ausreichend Sonnenschutz sorgen. Und die Mitwanderer sollten, besonders bei nassem Wetter, auf gutes Schuhwerk achten. Erwähnt wurde bereits das beliebte Grenzgangsfrühstück in freier Natur mit Hausmacherwurst, kühlen Getränken und einem Schnäpschen zur Verdauung. Führung plus Frühstück kosten für Erwachsene fünf Euro und für Kinder die Hälfte. Die Wanderstrecke beträgt diesmal gute vier Kilometer. Wegen zahlreicher Info-Stopps mit entsprechenden Erklärungen durch die Wanderführer Hartmut Kraus und Katja Altemann sowie einem Mitglied des Haarhäuser Obst- und Gartenbauvereins und nicht zuletzt wegen der Frühstückspause sind allerdings gute drei Stunden einzuplanen. Abschließend noch ein Hinweis der Organisatoren. Trotz aller Sorgfalt bei der Wegeauswahl sind schlecht begehbare Wegstrecken nicht immer vermeidbar. Und anfänglich geht es auch einmal etwas bergauf, aber in der Folge dann nur noch abwärts in Richtung Ohmtal. Daher erfolgt wie in den Vorjahren die Teilnahme am Grenzgang auf »eigene Gefahr«.

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