16. Juli 2019, 22:11 Uhr

Culcha Candela und Ranga Yogeshwar

16. Juli 2019, 22:11 Uhr
Mehr als 70 Menschen haben sich vor Kurzem auf den Weg zum evangelischen Kirchentag nach Dortmund gemacht. (Foto: pm)

Mehr als 70 Menschen hatten sich vor Kurzem gemeinsam auf den Weg zum Deutschen Evangelischen Kirchentag nach Dortmund gemacht. Organisiert vom evangelischen Dekanat Vogelsberg, bot diese Reise viel Freiraum für eigene Schwerpunkte und eigenes Erleben.

Während es für einige der Reisenden der erste Kirchentag war, nahmen auch richtig alte Kirchentagshasen daran teil. Sie alle waren beeindruckt von ihren Begegnungen, etwa wenn der Ratsvorsitzende der EKD. Heinrich Bedford-Strohm, ihnen persönlich die Hand schüttelte, Margot Käßmann zur Bibelarbeit einlud oder der Kirchenpräsident der EKHN, Dr. Volker Jung, einen Segen sprach. Daneben lockten viele Konzerte, beispielsweise mit Clemens Bittlinger und Anselm Grün zu einem Besuch, während die anderen an einer Menschenkette teilnahmen oder einen Gottesdienst im Stadion der Borussia verfolgten.

Viele gesellschaftspolitische Themen standen auf der Agenda, so suchten und fanden die Besucher auch die Begegnung und den Austausch mit Vertretern aus Politik und Medien, darunter die Bundeskanzlerin, der Bundespräsident, der Journalist Heribert Prantl oder der Wissenschaftler Ranga Yogeshwar. Besonders beeindruckte sie auch die Auseinandersetzung mit einzelnen Themen, beispielsweise die Haltung zum Umgang mit Luft, Wasser und Boden und natürlich zu Seenotrettung und Klimaschutz, die in vielen Aktionen aufgegriffen und diskutiert wurden.

Während die eine Hälfte der Reisegruppe sich also auf dem durchaus übersichtlichen und äußert gut organisierten Gelände tummelte, hielt sich die andere Hälfte, die jungen Besucher, im Zentrum Jugend auf.

Dort gab es für sie viele Angebote und Workshops, beispielsweise zum ökologischen Fußabdruck. Eine andere Station ermöglichte einen Perspektivwechsel, in dem man in die Rolle eines Menschen mit Behinderung schlüpfte und ganz plötzlich vor vielen kleinen und großen bisher unbekannten Problemen stand. Ein Markt der Möglichkeiten bot den Jugendlichen darüber hinaus einen Zugang zu aktuellen politischen Themen. Besondere Highlights für die Jugendlichen waren die vielen Promis, die auf dem Kirchentag unterwegs waren, und die Konzerte, beispielsweise eines mit der Kultband Culcha Candela. Doch die Jugendlichen genossen auch die stillen Momente wie den Lichtersegen am Abend, als aus den riesigen Plätzen in Dortmund ein Lichtermeer wurde, oder die Nacht der Lichter, die eine Stimmung wie in Taizé zauberte. Insgesamt zeigten sich alle Beteiligten sehr angetan von der Stimmung und der guten Organisation. Die Zugänge zu vielen Aktionen und Ständen waren in der Stadt auf einem gut zu überquerenden Terrain verteilt, offen und ohne viele Kontrollen zu erreichen und damit auch für Passanten attraktiv und niederschwellig. Eine tolle Truppe sei die Vogelsberger Dekanatsreisegruppe gewesen, freuten sich die Teilnehmer.

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