19. Juli 2019, 22:11 Uhr

Gesund und munter bis ins hohe Alter

19. Juli 2019, 22:11 Uhr

Die Menschheit wird immer älter. Was einerseits eine gute Nachricht darstellt, bedeutet andererseits die Zunahme gesundheitlicher Einschränkungen. Welche Eigenverantwortung jeder übernehmen muss, um bis ins hohe Alter fit und gesund zu bleiben, darüber referierte Chefarzt, Anästhesiologie und Intensivmediziner Dr. Norbert Sehn am Krankenhaus Eichhof. Mit über 30 Jahren Erfahrung in Anästhesie, Notfall- und Intensivmedizin sowie in der Palliativmedizin kennt er alle notwendigen Maßnahmen, um ein aktives Alter zu erreichen. Dies erläuterte der Referent einleitend am Beispiel Ciceros, der sich für die Bewahrung menschlicher Ressourcen wie Geist, Vernunft, Erinnerung und Fleiß einsetzte.

Sehn ging auf die heutige Lebenserwartung von Männern und Frauen in Deutschland im Allgemeinen und regional ein. Er brach eine Lanze für die Stärkung der Hausärzte, die in der Regel erste Ansprechpartner für Patienten sind und deren Mitarbeit unabdingbar für weiter therapierende Fachkollegen sei.

Mit einer Empfehlung über die notwendigen Impfungen sowie die nach Alter und Geschlecht aufgelisteten Vorsorgeuntersuchungen gab der Mediziner dem Publikum einen interessanten Einblick in die Beratungsmöglichkeiten für Gesundheitschecks und zur Früherkennung von Krebserkrankungen. Etwa 40 Prozent der Menschen erkranken im Laufe ihres Lebens an Krebs - die Hälfte davon überlebt ihn - meist, weil er früh genug erkannt wird.

Der Chefarzt widmete sich chronischen Erkrankungen wie COPD, Herz- und Niereninsuffizienz, Diabetes mellitus oder koronaren Herzerkrankungen und zeigte auf, dass es darauf ankommt, mit diesen richtig umzugehen. Welche positiven Auswirkungen eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung auf Übergewicht, Bluthochdruck oder Diabetes hat, fand ebenso Eingang in seine Ausführungen wie die Bedeutung einer individuellen Patientenakte mit Anamnese, Befunden, Medikationsplan und Laborwerten, die vor allem bei einer Aufnahme im Krankenhaus hilfreich ist.

Besondere Aufmerksamkeit schenkte er dem Thema Pflegebedürftigkeit bei Demenz. »Die Wohnsituation, der Familienfrieden, aber auch die Spiritualität und der Glaube im Alter spielen eine große Rolle bei der Bewältigung der Erkrankung, für die es der unbedingten Mitarbeit der Angehörigen bedarf«, beschrieb Sehn Situationen aus seiner Erfahrung als Palliativmediziner. Er verwies darauf, wie wichtig Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen und ein Testament sind und welche Maßnahmen und Wünsche zum Beispiel für die eigene Beerdigung berücksichtigt werden sollen. »All diese Voraussetzungen sollte man bei voller geistiger Kompetenz schaffen«, riet er den Zuhörern.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Anästhesie
  • Anästhesiologie
  • Chefärzte
  • Intensivmediziner
  • Krankenhäuser und Kliniken
  • Vogelsberg
  • Lauterbach
  • Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 8 + 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.