06. August 2019, 21:56 Uhr

Kreativer Weg mit aktuellem Thema

06. August 2019, 21:56 Uhr
KOA
Ein »Wald« ist in der Kapelle des Schlosses entstanden, für den die Frauen Baumstämme kreierten und sie mit gestickten Blättern der afghanischen Frauen ergänzt haben. (Foto: koa)

Wie sehr muss ein Herz vor Freude springen, wenn sein Träger am Ende eines langen Weges inne halten kann, um sein Ziel fest zu umschließen, zu entdecken und zufrieden festzustellen, dass es alle Mühe wert war, bis genau hierher zu gehen? Für die Frauen der Patchworkgruppe Homberg an der Ohm mündete ein solch langer Weg genau in diesem Gefühl.

Nach 25 Jahren präsentieren sie noch bis zum 1. September ihre schönsten Werke im Homberger Schloss. Bereits zur Vernissage begeisterten sie mit den farbenprächtigen Details ihres kreativen Könnens die Besucherinnen und Besucher des Schlossberges. Der Stolz auf den Augenblick war Gerda Grünewald von der Patchworkgruppe deutlich anzumerken: »Wenn ein Werk vollendet ist und es der Gruppe vorgeführt wird, dann sind die Ahs und Ohs der Bewunderung Balsam für die Seele.«

Gemeinsam und jede für sich entwickeln die Frauen Designs, lassen Lieblingsstücke entstehen, die jetzt im Obergeschoss des Schlosses zu sehen sind. Mit Bedacht hatten sich Beate Goßfelder-Michel, Sylke Bösking-Rieß und Anne Weißhuhn für die Präsentation dieser Werke entschieden. Gemeinsam bilden sie die Kommission für Kunst und Kultur der Stadt und sind damit die Organisatorinnen von »Ohm sweet Ohm.« Eine Kulturreihe, die nun mit der Vernissage ihren diesjährigen Start hatte. Zum zwölften Mal findet die Reihe statt, wie Beate Goßfelder-Michel betonte.

Aktuelles Thgema Klimawandel

Dass in diesem Jahr die Patchworkgruppe mit ihren Arbeiten im Mittelpunkt des Anfangs stehen, war schnell entschieden: »Künstlerinnen sind sie. Das darf man ruhig sagen, denn Stoffe zu zerschneiden, sie neu zusammenzufügen, sie in einen anderen Kontext zu stellen und dann noch ein gestelltes Thema dabei mit Inhalt zu füllen - das ist schon eine ganz eigene Kunst mit alter Tradition.«

Mit Leidenschaft ließen sich die Frauen in diese Tradition fallen und bezogen kurzerhand auch die filigrane Arbeit von Frauen mit ein, die Stickereien in ihrer Heimat, Afghanistan, ebenfalls in einem traditionellen Kontext erstellen.

Hierzu gab es vor vier Jahren bereits eine Ausstellung im Schloss. Nun verwendeten die Homberger Künstlerinnen kleine Stickereien, die sie in ihre Interpretation von »Forest for Ever« einbezogen. »Wir nennen diese Interpretation Baumstämme«, so Gerda Grünewald und erläuterte damit die zweite Ausstellungsebene, die in der alten Kapelle des Schlosses zu sehen ist.

Ein Wald entstand dort, für den die Frauen Baumstämme kreierten und sie mit gestickten Blättern der afghanischen Frauen ergänzten. »Ein hochaktuelles Thema angesichts des Klimawandels, unsere Fäden verbinden so Kontinente und Kulturen«, betonte sie. Untermalt von Musik der Flötengruppe Ober-Ofleiden stießen die Künstlerinnen, die Organisatorinnen und viele Gäste auf das Leben und seine Leidenschaft an.

Die Ausstellung im Homberger Schloss ist noch bis zum 1. September, jeweils sonntags von 14 bis 18 Uhr zu sehen.

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