08. August 2019, 12:50 Uhr

Förderung

Geld vom Land für drei Ulrichsteiner Dorfprojekte

Freude in drei Ulrichsteiner Stadtteilen: Das Land fördert Spielgeräte, die Sanierung des Sanitärraums im DGH und die Außenanlage der Dorfhütte.
08. August 2019, 12:50 Uhr
Der Kultur- und Sportverein Ober-Seibertenrod erhält fast 5000 Euro für die Sanierung des Sanitärraums im Dorfgemeinschaftshaus: Bürgermeister Edwin Schneider, Axel Wintermeyer, Chef der Staatskanzlei, Stadtverordnetenvorsteher Karl Weisensee und Edwin Volp vom Kultur- und Sportverein (v.l.). (Foto: au)

Freude in drei Ulrichsteiner Stadttreilen: Auf seiner Sommerreise hat der Chef der Staatskanzlei, Axel Wintermeyer, am Dienstag drei Förderbescheide aus dem Programm »Starkes Dorf - Wir machen mit« überreicht. Die Feuerwehr aus dem Ortsteil Kölzenhain erhält rund 5000 Euro für die Ersatzbeschaffung von Spielgeräten auf dem Kinderspielplatz. Der Kultur- und Sportverein Ober-Seibertenrod wird mit rund 5000 Euro bei der Sanierung des Sanitärraums im Dorfgemeinschaftshaus unterstützt und der Dorfverein Helpershain erneuert mit rund 4700 Euro die Außenanlage der Dorfhütte.

»Die Menschen brauchen einen Mittelpunkt, an dem sie sich austauschen können - das stärkt die Gemeinschaft und macht ein Dorf lebens- und liebenswert. Und wo ein ausgeprägter Gemeinschaftssinn herrscht, da haben die ländlichen Regionen eine Zukunft. Die Projekte in Ulrichstein zeigen: Für die Menschen in den Ortsteilen Kölzenhain, Ober-Seibertenrod und Helpershain ist ihre Heimat eine Herzensangelegenheit. Daher unterstützen wir als Hessische Landesregierung sehr gerne diese Projekte«, sagte Axel Wintermeyer.

Kleterspinne und Spielhaus

Der Spielplatz im Ortsteil Kölzenhain wurde Anfang der 1990er Jahre angelegt, so dass viele Spielgeräte in die Jahre gekommen sind und nach der jährlichen Prüfung ausgemustert wurden. Um den Spielplatz weiter attraktiv zu gestalten, soll er nun eine neue Kletterspinne und ein Kletterspielhaus erhalten. Auch in Ober-Seibertenrod, einem Ortsteil von Ulrichstein mit rund 260 Einwohnern, war die Freude groß, vom Landesprogramm zu profitieren. Der Kultur- und Sportverein Ober-Seibertenrod wird mit dem Geld den Sanitärraum im Dorfgemeinschaftshaus erneuern. Die Gruppenräume werden von allen Vereinen und Interessengruppen des Dorfes genutzt und wurden bereits in den letzten Jahren durch ehrenamtliches Engagement renoviert.

»Das Dorfgemeinschaftshaus ist der Mittelpunkt aller Vereine und Gruppierungen und somit ein zentraler Ort in Ober-Seibertenrod. Die Modernisierung der Sanitärräume wertet das Gebäude auf, wovon alle Nutzer profitieren. Solche Treffpunkte braucht es, um eine starke Gemeinschaft zu bilden«, meinte Wintermeyer.

Im Anschluss an die Überreichung des Förderbescheides trug er sich in das »Goldene Buch« der Stadt ein und besichtigte die sich noch in Betrieb befindliche Gemeinschafts-Gefrieranlage.

Der Dorfverein Helpershain wird mit der Landesförderung die Außenanlage der 2018 errichteten Dorfhütte aufwerten. Mit dem Geld soll ein barrierefreier Zugang geschaffen sowie der Gehweg zur Toilette und der Parkplatz gepflastert werden. »Die Dorfhütte ist für alle Generationen Dreh- und Angelpunkt und hat das Ziel, den gesellschaftlichen Zusammenhalt innerhalb des Dorfes zu stärken. Daher sei die Aufwertung der Außenanlage ein tolles Projekt, von dem viele Menschen im Ort profitieren würden.

Bei den Terminen in den drei Stadtteilen dankten die jeweiligen Vertreter des Ortes für die finanzielle Unterstützung der Projekte, die alle in Eigenleistung über die Bühne gehen. In Kölzenhain war es Ortsvorsteher Volker Repp, der das Projekt vorstellte und Dank sagte für die schnelle Genehmigung des Antrages. Die zahlreich anwesenden Kinder vertröstete er, dass es noch bis Ende dieses Monats dauert, bis sie das neue Spielgerät nutzen können.

Stadtverordnetenvorsteher Karl Weisensee versicherte Wintermeyer, dass die Steuergelder im Projekt im Dorfgemeinschaftshaus Ober-Seibertenrod sehr gut angelegt seien und sicherte die Fertigstellung noch in diesem Jahr zu. Edwin Volp stellte den Kultur- und Sportverein vor. So wurde der KSV im August 1975 gegründet und ist mit seinen 160 Mitgliedern eine feste Größe im Dorf.

Viel Eigenleistung

In Helpershain wies Ortsvorsteher Jörg Bauer, der auch gleichzeitig Vorsitzender des Dorfvereins hin, dass von der Dorfhütte bis zum Parkplatz die Rasengittersteine neu verlegt werden und der Vorplatz barrierefrei umgebaut werden müsse. Dies bedeute das Verarbeiten von 70 Tonnen Schotter, 20 Tonnen Kies, das Verlegen von 155 Quadratmetern Pflaster.Dank für die Förderung sagte auch Bürgermeister Edwin Schneider, der einräumte, dass auch angesichts der angespannten Haushaltslage viele Mittel in die Versorgung der Kernstadt mit Trinkwasser geflossen sind. Dadurch seien die nun geförderten Projekte auf der Strecke geblieben.

Bei der Bescheidübergabe in Helpershain wies CDU-Landtagsabgeordneter Michael Ruhl auf die noch sehr gut funktionierende Eigenleistung in den Stadt- und Ortsteilen im Vogelsberg hin. Dies sehe man bei allen drei Projekten überaus deutlich.

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