30. September 2019, 21:02 Uhr

Beitrag zum guten Miteinander

30. September 2019, 21:02 Uhr
Stadtverordnetenvorsteher Karl Weisensee, Reinhard Thomas, Heinrich Rühl, Günter Döring und Bürgermeister Edwin Schneider (v. l.). (Foto: au)

»Das Ehrenamt ist Ausdruck einer Gesellschaft, in der man nicht nur an sich denkt, sondern seine Zeit und Arbeitsleistung einbringt, um anderen zu helfen und so das Miteinander noch lebens- und liebenswerter zu gestalten.« Das sagte Bürgermeister Edwin Schneider im Sitzungssaal des Rathauses bei der Überreichung von Landesehrenbriefen an Heinrich Rühl (Helpershain), Günter Döring und Reinhard Thomas (beide Ulrichstein).

Vor dem offiziellen Teil der Stadtverordnetenversammlung räumte er in seiner Laudatio ein, dass den ehrenamtlich Tätigen leider nicht immer die Wertschätzung entgegengebracht werde, die sie verdienten. Sie lebten vor, dass nicht Egoismus unsere Gesellschaft weiterbringt, sondern Gemeinsinn und Verantwortungsgefüh«. »Es ist Ihnen nicht egal, was um Sie herum geschieht. Sie mischen sich ein, Sie gestalten mit. Damit sind Sie ein Beispiel für junge Menschen, die in ihrem Leben nach Orientierung suchen und auf Vorbilder angewiesen sind«, so Schneider.

Interessanterweise seien die meisten Ehrenamtler »Mehrfachtäter«. Sie widmeten sich nicht nur einem Ehrenamt und einer Aufgabe, sondern engagierten sich in ihrer Freizeit in mehreren Bereichen. Das sei absolut lobenswert. Allerdings bedeute dies oftmals, dass immer die Gleichen helfen, anpacken oder organisieren. Auch die drei Geehrten seien solche »Mehrfachtäter«. So war Heinrich Rühl als Abteilungsleiter Tischtennis, 2. Vorsitzender und 1. Vorsitzender beim TV Helpershain von 1971 bis 1983 sowie von 2011 bis 2019 als Vorsteher bei der Jagdgenossenschaft tätig.

Günter Döring war seit Gründung der Kyffhäuserkameradschaft Ulrichstein in 1979 deren Rechner und hatte zudem von 2002 bis 2009 das Amt des Rechners im Gewerbe- und Verkehrsverein inne. Damit betätigte sich Döring 40 Jahre ehrenamtlich. Insgesamt 42 Jahre betätigte sich Reinhard Thomas schon in Ehrenämtern, so als Mitglied des Ortsbeirates Ulrichstein, Stadtverordneter, Magistratsmitglied, Jagdvorsteher, Schöffe, Ortsgerichtsvorsteher sowie Schriftführer, Rechner und Vorstandsmitglied beim Sportverein »Chattia« Ulrichstein.

Schneider dankte und schloss auch die Ehefrauen ein. Er wünschte, dass das Engagement den Geehrten auch in Zukunft Freude bereitet und Erfüllung bringt. Und wenn es mal zur Last werde, so hoffte er, dass sie nicht gleich aufgeben, »sondern sich an die schönen Seiten der Tätigkeit erinnern und weitermachen«.

Die Auszeichnung solle einer dieser schönen Momente sein, an die sie sich gern erinnern: »Bleiben Sie gesund, motiviert und engagiert. Unsere Gesellschaft braucht Ihr Engagement!« Schneider schloss mit einem Zitat des chinesischen Philosophen Konfuzius: »Es ist besser, ein Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu schimpfen.« Alle, die sich ehrenamtlich engagieren, zünden durch ihre Tätigkeit kleine Lichter an, die unsere Gesellschaft heller und wärmer machen.

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