01. Oktober 2019, 21:56 Uhr

Weiterer Meilenstein

01. Oktober 2019, 21:56 Uhr
Großes Interesse finden neben den neu gestalteten Ausstellungsräumen die Bilder von Wilhelm Emil Götz. (Foto: pm)

Mit großer Spannung wurde am Sonntag die offizielle Eröffnung der Ausstellungsräume des Homberger Schlosses begangen. Gleichzeitig wurde somit auch die diesjährig letzte Ausstellung mit einer Vernissage eröffnet. Der multifunktional genutzte Kaminsaal bot etwa 50 Personen Platz, diesem Ereignis beizuwohnen.

Markus Haumann, Vorsitzender des Vereines der Schlosspatrioten, und Sylke Bösking-Rieß vom Arbeitskreis Kunst und Kultur gaben in ihren umfassenden und kurzweiligen Ausführungen einen Einblick und Rückblick auf die Aktivität und der Hintergrund und Wissenswertes stießen auf großes Interesse bei den Gästen.

So gab Haumann eine kurze Zusammenfassung der Renovierungsarbeiten der vergangenen Monate, woran sich schnell erkennen ließ, welcher Aufwand bei der bisherigen Nutzung betrieben werden musste und teilweise immer noch betrieben werden muss, um einen (nicht nur) reibungslosen allsonntäglichen Café- und Ausstellungsverlauf zu gewähren. Angeschnitten wurden zum Beispiel die Themen Heizung, Licht und Stromversorgung im Obergeschoss. Es gilt zudem viele und lange Wege treppauf und treppab zu schaffen, denn viele Utensilien einiger Arbeitskreise sind immer noch in den oberen Geschossen gelagert.

Lange Wege treppauf, treppab

Neben den großen Eigenleistungen wurden darüber hinaus zusätzlich 43 000 Euro an Eigenmitteln des Vereins in das Projekt »Bürgerschloss« investiert, was die bisherige Summe auf nun etwa 55 000 Euro ansteigen lässt. Abschließend dankte Haumann in seinen Erläuterungen allen diesjährigen Unterstützern und Mithelfenden jedweder Art und er verwies auf kleine Leckereien, die im Anschluss während des Rundganges in den Ausstellungsräumen angeboten wurden.

Sylke Bösking-Rieß ließ in ihren anschließenden Ausführungen die Vorgeschichte zur Ausstellung aufleben. Sie erzählte von ersten Gesprächen mit Gästen, die auf eine Retrospektive des Dr. Wilhelm Emil Goetz mit seinen einstmals im Homberger Schloss gefertigten Kunstwerken zielten.

Bis dahin mussten allerdings noch einige Jahre vergehen, bis der Arbeitskreis Kunst und Kultur durch Schenkung von Gemälden und Leihgaben aus privatem Besitz genügend Werke hatte, um eine Ausstellung auszurichten. Nach Themen ausgewählt, nach Technik und Gestaltung gegliedert, konzipierte der Arbeitskreis behutsam eine an das Werken des Dr. Wilhelm Emil Goetz erinnernde Ausstellung. Auch ist der Künstler selbst in Form einer Büste anzutreffen und zwar in einer kleinen Atelierkomposition zwischen Staffelei, Pinsel, Arbeitsmappe und nicht gerahmten Werken und natürlich dem Blick ins Tal, einem seiner wohl liebsten Ausblicke. Im Schein des neu installierten und flexiblen Lichtsystems, das die Exponate ins rechte Licht rückt, konnten die Gäste die ausgestellten Kunstobjekte betrachten und ins Gespräch kommen. Die feinabgestimmte farbige Wandgestaltung hebt die ausgestellten Werke gut hervor. Lange hielten sich die Gäste an diesem Nachmittag in den Ausstellungsräumen auf, gesellten sich in den unterschiedlichen Gruppen zusammen und sprachen angeregt über eine gelungene Fortsetzung der Renovierungsarbeiten im Schloss sowie über die bei der Bevölkerung langersehnte Retrospektive »Goetz«. Zwischen all den Gesprächen in der Ausstellung wurde in Windeseile der Kaminsaal von Helfern wieder hergerichtet, um all den Gästen für Kaffee mit Kuchen Platz zu bieten und sich dem doch regnerischen, windigen Herbstbeginn in angenehmer Atmosphäre zu widersetzen.

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