12. Oktober 2019, 09:50 Uhr

Bürgerhaus

Ärger über schlechte Akustik im Gemeinschaftshaus

Die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses Nieder-Ohmen ist gelungen - zumindest optisch. Bei der Akustik ist allerdings eine enorme Verschlechterung eingetreten.
12. Oktober 2019, 09:50 Uhr

Ein Beispiel ist die vergangene Gemeindevertretersitzung: Fraktionssprecher in der ersten Reihe können sich nicht mit der Protokollantin in der gegenüber sitzenden Reihe des Gemeindevorstandes verständigen, die knapp fünf Meter entfernt ist. Aus Gründen der miesen Akustik setzten sich die Grünen-Vertreter zur CDU-Fraktion und somit zwei Reihen nach vorne. Bereits beim zweiten Tagesordnungspunkt waren drei Zuhörer mit dem Stuhl in der Hand weiter nach vorne gerückt, der vierte war zu diesem Zeitpunkt bereits gegangen. Ein weiterer verließ mit deutlichen Unmutsbekundungen nach einer Stunde den Saal. Am Morgen war bereits ein Gutachter im Saal gewesen, weil die Gemeinde den Mangel beheben will.

In der Verwaltung hat man das Problem also erkannt und Angebote zu einer Verbesserung eingeholt. Weil die Decke dem Brandschutz dient, kann sie nicht angebohrt werden, was das Hängen von Akustikplatten oder Tüchern erschwert. Mit den aktuellen angebotenen Varianten ist Bürgermeister Andreas Sommer unzufrieden. Deshalb will er sich jetzt nicht auf Investitionen zwischen 15 000 und 20 000 Euro einlassen, sondern erst mal ein Gutachten abwarten.

Nach der Gemeindevertretersitzung im Dorfgemeinschaftshaus von Nieder-Ohmen waren sich die Kommunalpolitiker einig, dass es eine erneute Sitzung in Nieder-Ohmen nicht vor einer Verbesserung der Akustik geben kann. Weil natürlich auch andere Nutzer von der beeinträchtigten Verständigungsmöglichkeit im großen Saal betroffen sind, wurde kürzlich in einer Ausschusssitzung nachgefragt, ob es denn schon Rückzieher bei den Buchungen des Dorfgemeinschaftshauses gegeben habe. Davon hatte der Bürgermeister keine Kenntnis, aber er ließ durchblicken, dass insbesondere der örtliche Carnevalsverein mit Bangen auf die Entwicklung schaut, denn seine Programme leben ja auch von den Wortbeiträgen.

Da hilft es auch nicht weiter, wenn in der Ausschusssitzung der Hinweis kam, wenn man eine Trennwand einfüge, verbessere sich die Akustik merklich. Denn dann kann man nur den halben Raum nutzen. »Der Plan, wir sparen die Akustikdecke ein, hat sich nicht gelohnt«, fasst der Bürgermeister die Lage zusammen. Jetzt wird auf das Gutachten gewartet. (rs/Foto: rs)

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