16. Oktober 2019, 08:35 Uhr

Trinkwasser

Ulrichsteiner Trinkwasserversorgung könnte gesichert sein

Wenn es so bleibt, dann hat Ulrichstein seine Wasserversorgung gesichert.
16. Oktober 2019, 08:35 Uhr
Der Pumpversuch im neuen Brunnen Ulrichstein verläuft erfolgreich. (Foto: jol)

Der neue Trinkwasserbrunnen beim Hochbehälter für die Kernstadt liefert aktuell rund 3,5 Liter Wasser pro Sekunde, das würde den Bedarf der Kernstadt-Bewohner decken. Denn der Hochbehälter ist auch noch an den Brunnen Rebgeshain angeschlossen, der einen weiteren Liter pro Sekunde beisteuert. Damit hat man die rund 4,5 Liter/sec, die durchschnittlich nötig sind, wie Bürgermeister Edwin Schneider zufrieden sagt. Positiv stimmt ihn, dass »der Wasserspiegel bislang nur sehr leicht gefallen ist«. Der Pumpversuch soll weiter geführt werden, um zu sehen, »ob sich der Zufluss verstetigt«. Aktuell stehe das Wasser im Bohrloch auf rund 164 Metern Tiefe.

Der aktuelle Pumpversuch läuft seit dem 4. Oktober, als eine stärkere Pumpe eingesetzt wurde. Das klingt leichter als es war, wie Schneider erläutert. Denn in rund 171 Metern Tiefe war ein Stein in den Schacht gerutscht, wie eine Kamerabefahrung des Bohrlochs ergeben hat. Erst als der Brocken zertrümmert war, konnte die Pumpe in die Tiefe gelassen werden.

Wasser für die Kernstadt

Nachdem nun eine Förderung von 3,5 Litern/sec bestätigt ist, »wollen wir auf vier Liter pro Sekunde erhöhen und dann entscheiden, was weiter geschieht«. Wie Schneider erläutert, muss die Betriebskommission der Stadtwerke darüber befinden, ob der Bohrschacht nun ausgebaut wird, um als Brunnen zu dienen oder ob man bis zum Frühjahr abwartet, um ihn dann auszubauen.

Hauptproblem ist: Die Kernstadt benötigt im Schnitt rund vier Liter Wasser pro Sekunde, zeitweilig etwas mehr, wie Schneider sagt. Wenn der neue Brunnen 3,5 Liter/sec bringt und aus Rebgeshain ein weiterer Liter fließt, »müsste es reichen«. Vorsorglich hat die Stadt bereits die Erlaubnis beim Regierungspräsidium eingeholt, den Brunnen zur Notversorgung der Stadt nutzen zu dürfen. Das bedeutet, dass sein Wasser in den Hochbehälter zur Versorgung der Kernstadt gepumpt wird.

Bislang werden die Bewohner der Kernstadt aus sechs Schürfquellen versorgt, die jeweils zwei bis drei Meter tief sind. In den letzten Jahren sind die Quellen immer wieder verkeimt, und in Trockenzeiten lieferten sie nicht genug Wasser. Deshalb war die Suche nach einem neuen Tiefbrunnen notwendig geworden. Mit einer bislang selten genutzten Methode hat die Firma retagg einen aussichtsreichen Platz für eine Bohrung wenige Meter vom Hochbehälter entfernt ermittelt. Seit Herbst vergangenen Jahres wurde gebohrt, mit dem Ergebnis ist Schneider weitgehend zufrieden. Die Gesamtkosten für die Wassersuche und den Bau des Brunnens beziffert er auf etwa 300 000 bis 400 000 Euro - wenn der Wasserzufluss stabil bleibt.

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