16. Oktober 2019, 21:26 Uhr

Wallfahrer genießen Natur und Stille

16. Oktober 2019, 21:26 Uhr
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Aus der Redaktion
Maria Ehrenberg ist seit mehr als 480 Jahren das Ziel von Wallfahrern, die mit ihren Sorgen zum Gnadenbild der heiligen Maria kommen. Die Gruppe aus dem Vogelsbergkreis vor der Statue von Maria. (Foto: pm)

Antrifttal (pm). Zur 13. Fußwallfahrt hatte die Pfarrgemeinde eingeladen. 22 Teilnehmer aus Homberg, Alsfeld, Ohmes, Ruhlkirchen, Seibelsdorf, Vockenrod und Wahlen pilgerten an drei Tagen auf verschiedenen Etappen durch die vielfältige Landschaft der Rhön. Zum Start wurden sie von Diakon Reinhold Konle in der Marienkirche Vockenrod begrüßt. Den Pilgersegen spendete Pfarrer Zbigniew Wojcik.

Erstes Etappenziel war der Franziskusweg an der Thüringer Hütte, ein Rundwanderweg zu den zehn Strophen des »Sonnengesangs« des Franziskus von Assisi. Zehn Skulpturen und Kunstobjekte finden sich dort neben sieben Lesestationen. Die Themen Lebensweg, Lobpreis, Dank und Verantwortung für die Schöpfung sind mehr denn je aktuell. Daran erinnerte Konle mit den Hinweis auf die Enzyklika von Papst Franziskus, die der aus Sorge um die Erde verfasste.

Abendlob mit Fackeln

So beinhalteten die thematischen Elemente der Fußwallfahrt insbesondere Schöpfung und Umwelt. Nach den beeindruckenden Stationen und der Landschaft der Rhön wurde die Franziskuskapelle erreicht, Anfangs- und Endpunkt des Weges. Weitgehend offen, soll sie eine Brücke von Thüringen zur Rhön schlagen.

Nach einem Impuls in der Kapelle und einer Kaffeepause ging es dann mit den Pfarrbussen zu nächsten Etappe an den Kreuzberg. Dort stand der Besuch des Bruder- Franz-Hauses an, es gehört zu den ältesten Gebäuden am Kreuzberg. Es lädt ein, die Gedankenwelt des Franz von Assisi und der franziskanischen Ordensgemeinschaft kennenzulernen. Daneben finden wechselnde Ausstellungen statt. Danach machte sich die Gruppe auf den Rundweg zum Gipfelkreuz, entlang der Kreuzwegstationen. Einen atemberaubenden Ausblick hatten die Teilnehmer im Zentrum des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Nach Liedern und einem weiteren Impuls am Gipfelkreuz folgte der Abstieg.

Nach einem Besuch der Klosterkirche führte der Weg in der beginnenden Dämmerung vom Kreuzberg nach Waldberg, wo im Pfarrheim übernachtet wurde.

Ein Abendlob im Freien mit Fackeln und eine humoristische Gute-Nacht-Geschichte ließen den Tag ausklingen. Von der Pfarrgemeinde Waldberg und dem Eintracht-Fan-Club wurden die Pilger aus dem Vogelsbergkreis mit einem Frühstück versorgt. Dann ging es weiter über Premich nach Burkhard-roth. An diesem zweiten Tag, an dem nur der Ort Premich mit seiner Kirche passiert wurde, konnten die Teilnehmer in besonderer Weise diese Landschaft genießen.

Am Nachmittag wurde Burkhardroth erreicht. Nach der Kaffeepause bezogen die Teilnehmer ihr Quartier im Pfarrheim der Gemeinde. Am Sonntagmorgen hieß es dann früh das Gepäck verladen, bevor die Fahrt zum Wanderparkplatz »Rhein-Weser-Scheide« in der Nähe von Speicherz ging.

Von dort war Start zum Ziel Maria Ehrenberg. Maria Ehrenberg ist seit mehr als 480 Jahren das Ziel von Wallfahrern, die mit ihren Sorgen zum Gnadenbild der heiligen Maria kommen. Mitten im Truppenübungsplatz beten Menschen an diesem Ort um Frieden. Eingestimmt mit Impulsen, Liedern und Gebeten erreichte die Gruppe den Ehrenberg und den Anstieg über die 254 Stufen umfassende barocke Treppenanlage zur Wallfahrtskirche. Nach dem Einzug in die Wallfahrtskirche, der Mitfeier der Eucharistie, dem Verweilen und Singen und dem Gruppenfoto erreichten die Pilger nach dem Mittagessen wieder den Ausgangspunkt, die Marienkirche in Vockenrod.



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