07. November 2019, 21:28 Uhr

Getankt wird nur außerhalb der Wasserschutzzone

07. November 2019, 21:28 Uhr

Beim Neubau der A 49 zwischen der Anschlussstelle Schwalmstadt und dem Ohmtal-Dreieck werde der Schutz des Grund- und Oberflächenwassers in der Region gewährleistet. Das äußert die mit dem Bau beauftragte Gesellschaft Deges in einer Mitteilung und sie reagiert damit auf eine Darstellung des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND). Der BUND stützt seine Klage unter anderem auf einen notwendigen Schutz des Trinkwasser. So würden zum einen die umfangreichen Auflagen und Nebenbestimmungen des Planfeststellungsbeschlusses gelten. Bereits bei der Straßenplanung und innerhalb des Planfeststellungsverfahrens seien sowohl die Fachbehörden wie auch der Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke (ZMW) beteiligt und deren Vorgaben unter Berücksichtigung der gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz des Gewässerhaushaltes im Planfeststellungsbeschluss aufgenommen worden, so Lutz Günther von der Deges-Pressestelle.

Zum anderen müssten beim Bau der A 49 die geltenden technischen Normen und Regeln, insbesondere die Richtlinien für bautechnische Maßnahmen an Straßen in Wasserschutzgebieten, beachtet werden. Ziel dieser Richtlinie sei es, eine Beeinträchtigung der Gewässer durch den Bau und den Betrieb von Straßen zu vermeiden.

Außerdem sei der zukünftige ÖPP-Auftragnehmer verpflichtet, im Bereich der Wasserschutzzonen II und III A unter anderem die Wasserschutzgebietsverordnung für die Wassergewinnung Stadtallendorf einzuhalten. »Darüber hinaus stehen die Deges, der Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke und die zuständigen Behörden in einem regelmäßigen und konstruktiven Austausch und haben einvernehmlich eine Reihe von Maßnahmen festgelegt, die die Wasserversorgung und eine gleichbleibend hohe Wasserqualität während der Bauausführung sicherstellen sollen«.

Maßnahmen zum Wasserschutz während der Bauarbeiten seien:

Die Kontrolle des Grundwassers erfolgt in Abstimmung mit der zuständigen Wasserschutzbehörde und dem ZMW. Es erfolgt der Einsatz einer Bauüberwachung in Abstimmung mit dem ZMW.

Betankungen und die Fahrzeugwartung werden außerhalb der Wasserschutzzonen II und III A erfolgen. Bei schlecht zu bewegenden Fahrzeugen (Raupen, Walzen) werden die in der Schutzzone üblichen Arbeitsweisen angewendet und die Verwendung von biologisch leicht abbaubaren Ölen, Schmier- und Kraftstoffen vorgesehen.

Im Nahbereich der Gewässer ist eine Baustelleneinrichtung sowie das Lagern und Umfüllen von Kraftstoffen, Ölen, Schmierstoffen und sonstigen wassergefährdenden Stoffen nicht zulässig, ebenso Wartung und Reinigung von Maschinen und Fahrzeugen.

Um die natürlichen Bodenfunktionen (Wasserspeicherfähigkeiten, Schadstoffbinde- und -abbaufähigkeit, Grundwasserschutz) des Oberbodens nahe der Trasse nicht zu stören, wird grundsätzlich das Baufeld für die Baulogistik (zum Beispiel als Transportweg oder Lagerfläche) genutzt.

Baugruben werden schnellstmöglich wieder geschlossen, um Stoffeinträge weitestgehend zu minimieren.

Die baubedingten Grundwasserabsenkungen (zum Beispiel bei Gründungsarbeiten von Talbrücken) werden auf das für eine regelgerechte Bauausführung erforderliche zeitliche und mengenmäßige Maß beschränkt.

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