05. Dezember 2019, 22:03 Uhr

Lesefreude bei Kindern wecken

05. Dezember 2019, 22:03 Uhr
In der Pause können die Kinder in Büchern schmökern. Foto: pm

»Es ist so schön mit den Kindern«, schwärmt eine Helferin, die in diesem Schuljahr neu in der Bücherei mithilft. Dies bestätigen auch die Helfer, die zum Teil seit vielen Jahren aktiv sind, manchmal schon mehrere Kinder an der Mittelpunktschule hatten. Es ist gar nicht mehr selbstverständlich, sich aktiv in das Schulleben einzubringen, denn schließlich sind viele Eltern heute berufstätig und es fehlt schlichtweg an Zeit.

Doch an der kleinen Grundschule in Romrod gibt es sie noch, die Eltern, die wöchentlich etwa eine halbe Stunde aufbringen und in der schuleigenen Bücherei helfen. Täglich ist diese in der ersten Pause für 20 Minuten geöffnet. Hier stehen über 4000 Bücher, aber auch Hörspiele zum Schmökern und Ausleihen bereit. Sortiert nach Themen oder Klassenstufe ist für jeden Leser etwas dabei. Manchmal gibt es auch einen Vorlesetag, an dem in der gemütlichen »Schmökerecke« eine Passage aus einem spannenden Buch von den Helfern vorgelesen wird.

In der Pause in die Bücherei

Auch ihr Leseverständnis können die Kinder hier testen. An sechs Computern können sie bei »Antolin« arbeiten. Hier werden Fragen zu gelesenen Büchern gestellt. Bei richtiger Beantwortung bekommt das Kind Punkte. Kinder, die besonders viele Punkte gesammelt haben, dürfen am Schuljahresende als Klassensieger zum »Vogelsberger Antolin-Wettbewerb«, der jedes Jahr von Peter Weißmüller vom »M@uszentrum« Lauterbach organisiert wird. Dort erwartet sie, neben der Ehrung als beste Leser des gesamten Vogelsbergkreises, eine spannende Lesung mit bekannten Kinderbuchautoren und tolle Preise. Die »Büchereihelfer« kommen immer einige Minuten vor Pausenbeginn und bereiten alles vor, damit ab 9.30 Uhr die Kinder in die Bücherei kommen können. Sie helfen den Kindern beim Ausleihen oder Zurückgeben der Bücher, denn dies erfolgt über ein Computerprogramm, in dem alle Kinder und Bücher der Schule registriert sind. Wenn jemand mal seinen Dienst nicht wahrnehmen kann, versucht ein anderer Helfer einzuspringen, denn die Enttäuschung der Kinder über eine geschlossene Bücherei ist jedes Mal riesengroß.

Wenn die große Pause um 9.50 Uhr endet, sorgen die fleißigen Helfer dafür, dass alles wieder an seinen Platz geräumt wird, sodass es am nächsten Schultag wieder heißen kann: »Gehen wir in der Pause in die Bücherei?«

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