02. Januar 2020, 22:12 Uhr

Fünf Millionen für Klärschlamm

02. Januar 2020, 22:12 Uhr
Klärschlammvererdungsanlage bei Mücke. FOTO: ARCHIV

Gemeinsam besser arbeiten und gleichzeitig Geld sparen - damit sind die Kommunen des Gemeindeverwaltungsverbands, zu dem Feldatal gehört, einst angetreten. Nicht nur im GVV, aber gemeinsam mit Nachbarkommunen lässt sich besser arbeiten, so soll in Feldatal das Wassergeld gesenkt werden, das Personenstandswesen wird zusammengelegt und das leidige Problem des teuren Klärschlamms angegangen.

Um mit dem Klärschlamm anzufangen: Abwasserreinigungsanlagen müssen alle paar Monate geräumt werden, wobei der Klärschlamm aus dem Absetzbecken geschaufelt wird. Das sind Tonnen an Schlamm, der nicht einen hohen Wasseranteil enthält. Das bedeutet hohe Entsorgungskosten, denn die Zeiten, in denen Klärschlamm einfach so auf die Äcker verteilt wurde, sind vorbei.

Bislang ist der Schlamm aus den Feldataler Anlagen mit einer Zentrifuge konzentriert worden, wie Bürgermeister Leopold Bach in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung erläuterte. Das ist teuer, so hat man den Schlick zunächst in Schlitz, später in Mücke entsorgt. Deshalb hat die Gemeinde mit Nachbarkommunen eine Alternative gesucht. Ulrichstein, Schwalmtal, Gemünden, Mücke und Feldatal wollen eine gemeinsame Vererdungsanlage errichten, »das ist ein Schritt in die richtige Richtung, günstiger kann man es nicht hinkriegen«, sagte Bach. Das Vererdungsbeet soll bei der Kläranlage Schellnhausen angelegt werden, so der Vorschlag.

An Kosten erwartet man rund 4,8 Millionen Euro. Davon können 60 Prozent über Fördergelder abgedeckt werden, hinzu kommt eine Zuwendung, weil es eine interkommunale Aktion ist. Im Frühjahr 2020 sollen Info-Veranstaltungen zum Thema laufen. »Im nächsten Jahr können wir in die Planung gehen und 2021 in die Umsetzung«, sagt Bach.

Personalverwaltung

Bereits in der Vorweihnachtssitzung beschloss das Parlament eine Veränderung im Bereich Personalservice der Verwaltung. Bislang ist dieser Arbeitsbereich in ein gemeinsames Projekt der Kommunen Alsfeld, Romrod, Schwalmtal und Feldatal ausgelagert. Dafür gab es vom Land Fördermittel, die nun nach fünf Jahren auslaufen. »Dann wären die Kosten voll zu tragen«, sagte Bach. Drei der bislang beteiligten Kommunen arbeiten schon im Gemeindeverwaltungsverband eng zusammen, deshalb soll der Bereich im GVV zusammen erledigt werden.

»Das komplette Verwaltungspersonal soll in den GVV überführt werden«, sagte Bach. Das bringe Einsparungen beim Personal mit sich. Zudem kann für die neue Aufgabe eine Auszubildende übernommen werden, die sich bislang bewährt hat.

In Romrod und Schwalmtal sei die Kündigung des bisherigen Projekts bereits beschlossen, »die warten nur auf uns«. Einstimmig befürwortete die Gemeindevertretung die Kündigung des IKZ-Projekts Personenstandswesen und die Übertragung dieser Aufgaben an den Gemeindeverband.

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