09. Januar 2020, 21:33 Uhr

Inhalt des neuen Kulturkonzepts noch geheim

09. Januar 2020, 21:33 Uhr
Kultur im Kreis: Die »Weimar Comedians« beim Homberger Schlossfestival. FOTO: PM

Geld für den Kreis ist immer gut, dachten sich die Verantwortlichen und bewarben sich um Mittel aus dem Programm Trafo der Kulturstiftung des Bundes. Und wirklich erhielt der Vogelsbergkreis den Zuschlag. 1,25 Millionen Euro stehen nun für Kultur bereit. Was genau gefördert wird, das ist bisher noch ein Geheimnis. Auf Initiative des Kreises und einer Gruppe Aktiver wurde das Projekt »TraVogelsberg - eine Region bricht auf« konzipiert.

Bereits in diesem Jahr sollen in vier Kommunen, darunter Mücke, Kulturveranstaltungen ermöglicht werden, heißt es. Bisher ist Kultur beispielsweise in Mücke fast durchweg eine Sache des Ehrenamts, wie die privat organisierten Initiativen Ernst-Eimer-Stube oder der Verein Kunstturm zeigen.

Der Vogelsbergkreis ist eine von sieben Regionen, die ab diesem Jahr mit bis zu 1,25 Millionen Euro gefördert werden. »Wir sind froh und stolz, den Zuschlag bekommen zu haben«, betonten Landrat Manfred Görig und Erster Kreisbeigeordneter Jens Mischak. »Wir haben uns gegen Regionen durchgesetzt, die auf eine weit bessere Infrastruktur zurückgreifen konnten. Umso bemerkenswerter ist es, dass unser Bemühen, kulturelle Veranstaltungen und Entwicklungen in der Region auf den Weg zu bringen, anerkannt und für förderungswürdig eingestuft wurde«, so Mischak. »Wir haben zahlreiche engagierte Kulturschaffende im Vogelsbergkreis«, hebt Görig hervor, »in ihrer Vielfalt leisten sie alle eine wertvolle Arbeit für die Entwicklung der ganzen Region.«

Dank des Trafo-Förderprogramms könne man nun »den nächsten Schritt gehen.« Mit dem Konzept, das in den nächsten vier Jahren umgesetzt werden soll, »stellen wir uns für die Zukunft auf.« Der Vogelsbergkreis ist der Projektträger, Partner sind die Lauterbacher Musikschule und das Kulturzentrum Kreuz Fulda. Gemeinsam werden Veranstaltungen geplant, die im Frühjahr starten sollen. Startkommunen sind neben Mücke noch Schotten, Breitenbach/Herzberg und Schlitz. Auch die Veranstaltungsreihe »Vulkansommer« ist Bestandteil des Projekts. »Das Geld, das wir erhalten, ist im Prinzip verplant«, betont Mischak. Es werde nicht darum gehen, einzelne Kulturschaffende zu fördern, sondern darum, ein Gesamtkonzept umzusetzen, das über Monate mit zahlreichen Vertretern aus den Bereichen Kultur, Wirtschaft und Politik erarbeitet worden sei. Staatsministerin Angela Dorn betonte, die kulturelle Infrastruktur sei von hoher Bedeutung für ländliche Räume: »Kulturangebote machen die Regionen attraktiv und zukunftsfähig«.

Für die Umsetzung ihrer Projekte in den Jahren 2020 bis 2023 erhalten die Regionen Vogelsbergkreis (Hessen), Uecker-Randow (Mecklenburg-Vorpommern), Mestlin (Mecklenburg-Vorpommern), Kusel (Rheinland-Pfalz), Köthen (Sachsen-Anhalt), Rendsburg-Eckernförde (Schleswig-Holstein) sowie das Altenburger Land (Thüringen) jeweils bis zu 1,25 Millionen Euro. Eine Fachjury hatte im Herbst die Konzepte dieser Regionen für die Förderung empfohlen.

,, Das Geld, das wir bekommen, ist schon verplant

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