17. April 2020, 21:13 Uhr

Beruflich orientieren und dabei fürs Leben lernen

17. April 2020, 21:13 Uhr
Ilina, FSJlerin

Nach dem Schulabschluss fällt es jungen Menschen aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten, die sich ihnen bieten, nicht immer leicht, sich kurzfristig für eine Ausbildung oder ein Studium zu entscheiden. Immer häufiger sind auch Wartezeiten im Lebenslauf zu überbrücken, etwa um eine Ausbildung im sozialen Sektor beginnen zu können - eine Zeit, in der man sich beruflich orientieren und sozial engagieren kann. Genau dies bietet das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ).

Für junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren dauert der Dienst in der Regel ein Jahr und kann um ein halbes Jahr verlängert werden. Für ihren Einsatz bekommen sie ein angemessenes Taschengeld, sie sind sozialversichert und behalten den Kindergeldanspruch. Teilnehmer erzählen mit strahlenden Gesichtern über ihren Alltag und wissen viele gute Gründe, wieso dieses Bildungsjahr es wert ist, sich darauf einzulassen.

Ilina hat beispielsweise ihr FSJ in der Altenhilfe gemacht. Sie ist begeistert: »In einem FSJ kannst du viele unterschiedliche Erfahrungen sammeln. Ich lerne viel über mich selbst und kann meine Stärken und Grenzen austesten. Auf den Seminaren habe ich neue Freunde gefunden und setze mich mit Themen auseinander, mit denen ich mich sonst nicht beschäftigen würde.« Besonders beliebt bei den Freiwilligen sind die fünf Seminarwochen, in denen sie sich mit anderen Teilnehmern über ihre Erlebnisse an den Einsatzstellen austauschen und sich mit unterschiedlichen Themen wie zum Beispiel persönliche Stärken und Grenzen, Kommunikation, Zukunftsplanung, Gesellschaftspolitik usw. auseinandersetzen. Immer wichtiger wird es, Sozialkompetenzen zu trainieren, um kompetent auf Menschen und ihre individuellen Bedürfnisse und Wünsche reagieren zu können.

Das FSJ bietet auch die Möglichkeit, eigene Meinungen zu reflektieren, Neues über sich zu erfahren und selbstbewusster und selbstständiger in die Zukunft zu starten.

Frau Immerheiser, pädagogische Begleitung der Freiwilligen bei der Schottener Soziale Dienste gGmbH, ist immer wieder überrascht über die Entwicklungen der Teilnehmer: »Es ist schön zu beobachten, wie die Freiwilligen durch ihren Dienst über sich hinauswachsen, neue Stärken an sich entdecken und lernen, Verantwortung zu übernehmen.«

Die jungen Menschen wirken in sehr unterschiedlichen Einrichtungen wie in Werkstätten und Wohnheimen für behinderte Menschen, in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, in Altenpflegeheimen, in der mobilen Altenpflege und in Schulen mit. Sie verrichten mit großem Engagement ihre Aufgaben in der Pflege, Unterstützung und Förderung der betreuten Menschen und leisten einen wichtigen Beitrag in unserer Gesellschaft.

Aktuell hat die Schottener Soziale Dienste gGmbH als gemeinnütziges Unternehmen noch freie Plätze in den Einrichtungen für behinderte Menschen, in der Altenpflege und in der Kinder- und Jugendhilfe. Infos: www.schotten-sozial.de Telefon 0 60 44/6 00 92 06, oder E-Mail an freiwilligen dienste@schotten-sozial.de.

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