13. Mai 2020, 21:26 Uhr

Videotelefonat und begrenzt Besuche

13. Mai 2020, 21:26 Uhr

Besuchsverbote und die Einschränkungen von vertrauter Kommunikation: Das ist es, was den meisten Bewohnern von Senioren-Residenzen derzeit ganz besonders zu schaffen macht. Auf der anderen Seite möchten Familienmitglieder sich gerne selbst ein Bild davon machen, wie es ihren Angehörigen geht.

Gemeinsam mit der Telekom haben die Alloheim Senioren-Residenzen nach einer Lösung gesucht. Ab sofort können alle Bewohner mit Unterstützung der Mitarbeiter per Videotelefonat mit ihrer Familie digital Kontakt aufnehmen.

Alle Einrichtungen erhalten drei Smartphones oder Tablets mit umfangreichen Datenkapazitäten, die allen Bewohner ab sofort kostenlos zur Verfügung stehen. »Jetzt können sich die Senioren mit ihren Angehörigen nicht nur unterhalten, sondern sie dabei auch sehen«, freut sich Ludemberg Pereira de Lima, Einrichtungsleiter der Senioren-Residenz »Goldborn«, der visuelle Kontakt sei für beide Seiten extrem wichtig. Der Grund: Die Angehörigen können sich selbst davon überzeugen, dass es den Bewohnern gut geht - auf der anderen Seite ergeben sich für die Senioren durch die Videotelefonie deutlich mehr Gefühle der Vertrautheit. In Zeiten der eingeschränkten Kontaktaufnahme sei das eine gute Lösung.

Ein Besuch pro Woche

Um organisatorisch mit dem Service der Videotelefonie nicht an die Grenzen des Machbaren zu gelangen, stimmen sich Angehörige im ersten Schritt mit der Einrichtung ab und übermitteln ihre Kontaktdaten mit ihrer WhatsApp-fähigen Mobilnummer an die Einrichtung. Ein Mitarbeiter der Einrichtung kontaktiert die Angehörigen und gibt ein Zeitfenster für den Videoanruf durch. »Schon jetzt ist die Nachfrage sehr groß«, sagt Pereira de Lima, »nachdem die ersten Senioren ganz begeistert davon erzählt haben. Aber all das muss natürlich auch zeitlich organisiert werden.«

Zudem hat das Homberger Heim nun die Freigabe des Gesundheitsamt aus Lauterbach erhalten, dass Besuche wieder möglich sind. Ab sofort ist wieder ein Besuch pro Woche von einer Stunde von einem nahen Angehörigen oder einer engen Bezugsperson möglich. Da Bewohner und Mitarbeiter geschützt werden müssen, wurde die Regelung wie folgt festgesetzt: Besuche sind von Montag bis Freitag in der Zeit von 10 bis 16 Uhr und Samstag von 13 bis 16 Uhr möglich.

Der Besuch ist telefonisch anzumelden, da das Heim die Besuche koordinieren muss, ohne vorherige Anmeldung ist kein Besuch möglich.

Ferner gelten die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen (Mundschutz tragen, mindestens einen Abstand von 1, 5 Metern einhalten, Desinfektionsmittel benutzen.

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