01. September 2020, 21:28 Uhr

Bündnis kritisiert Magistrat

01. September 2020, 21:28 Uhr
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Aus der Redaktion

In einem »offenen Brief« hat das Bündnis »Keine A 49« den Homberger Magistrat aufgefordert, »nicht weiter zu polemisieren«. Zu bezweifeln, dass die Stadträtin Barbara Schlemmer auf dem Boden von Recht und Verfassung stehe, sei schlichtweg »aberwitzig und auch juristisch sicher nicht haltbar«.

Wer der Stadt durch sein Tun und Handeln, besonders im Zusammenhang mit dem Lückenschluss der A 49, schade, »wird man hoffentlich nicht in einigen Jahren feststellen können«, wenn die A 49 in ihrem letzten Abschnitt (VKE 40) tatsächlich wie geplant gebaut würde. »Wenn erst ein europaweit vernetzter Containerumschlageplatz auf dem geplanten Industrie- und Gewerbegebiet gebaut wird, aber dadurch kaum Arbeitsplätze entstehen. Wenn auf der Berliner und Marburger Straße in Homberg sowie in vielen Stadtteilen ein Mehrfaches des heutigen Verkehrs entstanden ist und wenn sich die Lebensqualität dadurch deutlich verschlechtert hat, erst dann kann diese Frage beantwortet werden.«

Für die Eskalation der Situation sei nicht Barbara Schlemmer verantwortlich. Wohl aber würden »Frust und dadurch auch Eskalation dadurch entstehen«, wenn ein Gericht feststelle, dass diese Autobahn heute nicht mehr genehmigungsfähig wäre, aber den Weiterbau aus formalen Gründen genehmigt, wenn 80 000 Bäume im Herrenwald, Dannenröder Wald und Maulbacher Wald gerodet werden und wenn eine Autobahn geplant ist, ohne dass der Nachweis der sogenannten zwingenden Gründe des überwiegenden öffentlichen Interesses erfolgt sei. Die Aufgabe des Magistrats wäre gewesen, »sich schützend vor eines seiner Magistratsmitglieder zu stellen, wenn im Netz gehetzt wird«. Die Anfeindungen seien nicht nachvollziehbar und würden zurückgewiesen.



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