03. September 2020, 21:43 Uhr

41 barrierefreie Wohnungen

03. September 2020, 21:43 Uhr
So könnte eine künftige Bebauung des Grundstücks in der Homberger Friedrichstraße mit vier Gebäuden aussehen. Die frühere Berufsschule (Foto oben) soll abgerissen werden. FOTOS: ASP-ARCHITEKTEN/ARCHIV

In einer gemeinsamen Sitzung zweier Ausschüsse zeichnete sich vergangene Woche ab, dass eine Mehrheit für die künftige Bebauung des Grundstücks in der Friedrichstraße Pläne der Firma Azimo GmbH aus Linden bevorzugen würde. Ein Entschluss der Stadtverordnetenversamlung steht noch aus, sie tagt nächste Woche.

Geplant sind auf dem Grundstück vier Einzelhäuser mit jweils drei Vollgeschossen und einem weiteren sogenannten Staffelgeschoss. Auf der Vollgeschoss-Etage würden elf Wohnungen entstehen, im Staffelgeschoss zwei. Insgesamt wären es in vier Gebäuden dann 41 Wohnungen mit Größen zwischen 40 und 85 Quadratmetern, wobei es möglich ist, zwei Wohnungen zu einer größeren zusammenzulegen, wenn der Eigentümer dies wünscht. Eine Zweizimmerwohnung mit 70 Quadratmetern würde etwa 210 000 Euro kosten. Beim Bau werde der Energiestandard KW 55 eingehalten.

Im einem der drei Gebäude, das von der Frankfurter Straße aus verkehrlich angebunden wird, sind im Erdgeschoss Räume für gewerbliche Nutzung wie beispielsweise für Arztpraxen, Pflegedienst, Friseur oder Bäckerei-Cafe vorgesehen. Alle Wohnungen werden barrierefrei sein, betont Ralf Paul, Geschäftsführer der Azimo GmbH. Die drei anderen Gebäude werden an die Friedrichstraße angebunden. Alle notwendigen Parkflächen könne man im Außenbereich unterbringen, so Paul, darunter sind auch 60 Stellflächen für Pkw.

Der vorhandene Spielplatz soll erhalten werden. »Dazu wird es weiterhin viel Grünfläche geben«, so Paul. Er hat eine persönliche Bindung zu Homberg, »weil meine Frau dort zur Schule ging und meine Schwiegereltern dort wohnen«. Er habe sich im Vorfeld ausführlich mit der Bevölkerungsentwicklung beschäftigt. Eine gewisse Unsicherheit gibt es natürlich in Bezug auf die Vermarktung so vieler Wohnungen, denn Homberg ist keine Großstadt. »Natürlich ist das ein bisschen Glaskugel«, meint Paul. Er sieht aber kein Problem darin, zu beginnen, »und wenn am Ende drei Häuser entstehen sollten, dann bleibt halt unter dem Strich mehr Grünfläche, das ist doch auch nicht schlecht«.

Er rechnet aber damit, dass sich alle der geplanten Wohnungen verkaufen, »wenn auch vielleicht nicht in einem Jahr«. Er habe bereits Gespräche mit Interessenten geführt, »die sich auch gut eine größere Wohnung vorstellen können, als wir es bisher in der Planung haben, was aber durch das Zusammenlegen von zwei Wohnungen kein Problem wäre«. Eine Bebauung auf dem Grundstück der früheren Berufsschule ist seit Jahren im Gespräch. In einem Bürgerbegehren sprach sich eine Mehrheit dagegen aus, dass auf der Gelände Einkaufsmärkte (mit Wohnungen darüber) angesiedelt werden. Daraufhin wurde länger beraten und Ende vergangenen Jahres ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren auf den Weg gebracht. Von drei Bewerbern erfüllten zwei die Vorgaben und stellten kürzlich ihre Pläne vor.



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