25. Juni 2014, 18:38 Uhr

Aqua-Party und Riesen-Kicker

Vogelsbergkreis/Darmstadt (pm). Die Mädchen Lena und Thyra legen sich den Tauchanzug an, erhalten letzte Anweisungen und lassen sich dann ins kühle Nass hineingleiten.
25. Juni 2014, 18:38 Uhr
Der Kirchentag bot den Jugendlichen über Glaubenserfahrungen auch vielfältige Bewegungsmöglichkeiten. (Foto: pm)

Ihre beiden Freundinnen Anja und Kristin stehen vor dem sogenannten Tauch-Truck auf dem Jugendkirchentag und fotografieren durch die großen Scheiben. Danach berichten sie über ein geniales Erlebnis.

Die vier Mädchen waren Teil einer großen Gruppe junger Menschen aus dem nördlichen Vogelsberg, welche vier Tage und drei Nächte in Darmstadt am Jugendkirchentag der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) teilgenommen haben – ganz gemäß dem Motto: »good days and nights«. Die Fahrt war eine Kooperation von Dekanatsjugendarbeit und den Evangelischen Kirchengemeinden Alsfeld, Kirtorf und Lehrbach. Die über 50 Teilnehmerinnen inklusive zahlreicher Konfirmanden kamen aus vielen Orten der Region und wurden begleitet von Pfarrerin Mona Rieg, Pfarrer Christoph Schulze-Gockel, Gemeindepädagoge Valentin Zimmerling und Dekanatsjugendreferent Holger Schäddel.

»Normal ist anders« begeisterte

Auf dem Programm standen viele Spiele, Mitmachaktionen, Spaß und Sport, zum Beispiel in der Aqua-Party, dem Riesen-Kicker, dem Kleider-Nähzelt, dem großen Kletterpark oder eben dem Tauchtruck. Weiterhin gab es verschiedene thematische Highlights wie die Ausstellung Eco-City, die sich um einen bewussten Umgang mit Ressourcen dreht, dazu Infostände zum Beispiel zu Entwicklungshilfe, Umweltschutz und ethisch verantwortlicher Lebensgestaltung.

Einen starken Eindruck hinterließen bei den Teilnehmerinnen laut Schäddel die Auftritte diverser, zum Teil bundesweit bekannter Musikgruppen. Insbesondere die Jugendkirchentags-Band »Normal ist anders« rockte mit einer ansteckenden Bühnenperformance und gehaltvollen, christlichen Texten bei diversen Auftritten richtig los.

Jeder Tag wurde mit einem oder mehreren Gottesdiensten begonnen, zum Beispiel am Anreisetag mit einem Jugendgottesdienst mit über 2000 Jugendlichen im Kongresszentrum Darmstadtium. Dazu konnten Bibelarbeiten, Mittagsandachten und sogenannte Gute-Nacht-Kirchen besucht werden.

Die Gruppe übernachtete einfach in einer Turnhalle an einer Schule. Dort wurden mitternachts auch einige Jugendliche gefeiert: Sie hatten Geburtstag und bekamen kleine Geschenke und ein Ständchen gesungen.

Am Sonntag fuhr die Gruppe erschöpft aber glücklich und voller intensiver Erfahrungen und Erinnerungen im Anschluss an den Abschlussgottesdienst per Bahn nach Hause.

Für Mitarbeitende Lasten-Fahrräder

Der Jugendkirchtag findet alle zwei Jahre statt, 2016 wird er in Offenbach zu Gast sein. Die EKHN ist die einzige evangelische Landeskirche mit einem solchen Angebot. Nach Darmstadt waren 4060 Teilnehmer gekommen, 291 Programmangebote standen ihnen zur Auswahl. Mehr als 500 ehrenamtliche Helfern, darunter auch die Evangelischen Pfadfinder Vogelsberg, hatten für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. Das Treffen in Darmstadts Innenstadt legte in diesem Jahr einen besonderen inhaltlichen Schwerpunkt auf die Themen Nachhaltigkeit und Ökologie. So wurde auf Einweggeschirr verzichtet, und Mitarbeitende wurden mit Lasten-Fahrrädern ausgestattet.

Kirchenpräsident Volker Jung zog ein positives Fazit. Er lobte vor allem die »ansteckende Mischung aus heiterem Fest und ernsthafter Suche nach geistlicher Orientierung«, die er bei den Jugendlichen wahrgenommen habe. Viele sportliche Programmpunkte hätten sich mit musischen und geistlichen Angeboten vermischt und gegenseitig ergänzt. Jung zeigte sich überzeugt davon, dass die Jugendlichen von ihrem Kirchentag »wichtige Impulse für ihren Alltag« mitnehmen werden. »Die Jugendlichen erleben hier ein Glaubensfest, das für sie gemacht ist, und eine Kirche, die für sie da ist. Daran werden sie sich noch lange erinnern«, so Jung. Der Präses der EKHN-Kirchensynode, Ulrich Oelschläger, sprach sich dafür aus, dass die Kirche auch weiterhin Angebote machen müsse, »die speziell auf die Fragen und das Lebensgefühl der Jugendlichen abgestimmt sein müssen«. Der ehrenamtliche Vorsteher des Kirchenparlaments sagte: »Die Jugendlichen sind in einer Umbruchphase ihres Lebens, damit sind sie auch auf der Suche nach Orientierung«. Für sie könne die Kirche ein interessanter und »hilfreicher Wegbegleiter und Impulsgeber sein – und sie für uns auch«, so Oelschläger.

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