13. September 2022, 21:57 Uhr

Bäume gegen Hitzewellen

13. September 2022, 21:57 Uhr
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Von Joachim Legatis
Mehr Grün auf Spielplätzen und Friedhöfen regen die Grünen an. Bereits vor zwei Jahren hat der Ortsbeirat Ober-Ofleiden auf dem Friedhof Bäume gesetzt. FOTO: PM

Mehr Bäume in der Kernstadt und den Stadtteilen wollen die Grünen - und das Stadtparlament zieht mit. Ohne Gegenstimmen beauftragte der Bauausschuss in der jüngsten Sitzung den Magistrat, eine Abfrage in allen Ortsteilen zu starten, auf welchen öffentlichen Plätzen schattenspendende Bepflanzung oder zumindest ein Sonnensegel sinnvoll sind. Ein Zeichen der Gemeinsamkeit war dabei, dass Vorsitzender Bernd reiß (CDU) den Grünen-Antrag als Vorlage nahm, einen konkreten Auftrag an den Magistrat zu formulieren.

Gerade vor dem Hintergrund der langen Hitzewelle in diesem Sommer zeige sich, wie wichtig eine gute Beschattung von Spielplätzen, Friedhöfen und Dorfplätzen ist. »Wir brauchen mehr Schatten«, fügte Leonard Morneweg (Grüne) an. Wichtig sei zunächst eine Bestandsaufnahme, um zu sehen, wo nachgebessert werden sollte. Das solle möglichst schnell geschehen, damit die Gelder für Bepflanzungen und Sonnensegel im Haushalt 2023 eingeplant werden können. Zu erwarten ist eine Förderung solcher Maßnahmen von bis zu 100 Prozent, weil es sich um Klimaschutzmaßnahmen handelt.

Das unterstützte Elke Müller (Grüne) eindringlich mit Verweis auf einen Rundgang zur IKEK-Planung, bei dem man in sengender Hitze unterwegs war. Karl-Heinrich Linker (Bürgerforum) betonte, dass gerade kleine Kinder besonders unter zu starker Sonneneinstrahlung leiden. Da müsse etwas geschehen.

»Ich finde den Antrag gut«, betonte Vorsitzender Reiß. Damit der Magistrat einen klaren Auftrag erhält, hatte er bereits einen Beschlussvorschlag vorbereitet. Demnach soll der Magistrat zunächst einmal bei den Ortsbeiräten erfragen, welche Plätze für das Pflanzen von Bäumen oder Installierung einer Überdachung geeignet sind. Dann soll der Magistrat Vorschläge unterbreiten, welche Maßnahmen umgesetzt werden.

Darüber kann dann der Bauausschuss entscheiden. Dabei soll auch geklärt werden, ob die Maßnahmen über ein Klimaschutz-Programm gefördert werden.

Keine Fortschritte bei Windparkplan

Bürgermeisterin Simke Ried sagte zu, beim Bauamt abzuklären, wie der Stand der Bewerbung als Klimakommune ist. Den Beitritt der Ohmstadt zu diesem Zusammenschluss hatte das Parlament im November vergangenen Jahres beschlossen. Für die Aufnahme ist ein lokaler Aktionsplan zu erstellen.

Nichts Neues gibt es in Sachen Windpark Bleidenrod-Homberg, wie Bürgermeisterin Ried zu einem entsprechenden Antrag des Bürgerforums sagte. Darin war eine kontinuierliche Berichterstattung zu den geplanten Anlagen bei Bleidenrod gefordert worden. Eckhard Hisserich erinnerte daran, dass zuletzt im April über das Thema gesprochen wurde.

Bernd Reiß gab zu bedenken, dass sich der Inhalt des Antrags erledigt habe. Wenn es um konkrete Fragen wie das Verlegen der Stromleitungen geht, müsse ein neuer Antrag gestellt werden. Hisserich (Bürgerforum) kündigte an, einen konkreten Antrag zu formulieren. Der Bauausschuss entschied einstimmig, den Antrag des Bürgerforums als erledigt anzusehen.



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