23. Februar 2021, 21:56 Uhr

»Bis zu 1000 Arbeitsplätze«

23. Februar 2021, 21:56 Uhr

»Das der BUND gegen das geplante Gewerbegebiet Am weißen Weg vorgeht, ist unverantwortlich«, schreibt die CDU in einer Pressemitteilung. »Wie bereits beim Lückenschluss der A 49 oder der Ortsumgehung Wartenberg werden Ideologie und eine verklärte Sicht auf Naturschutzbelange vor das Wohl der Menschen gestellt.« Schon jetzt pendelten mehr Menschen zum Arbeiten aus als ein, viele müssten bis zu einer Stunde fahren, um zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Das koste Zeit, Geld und belastet die Umwelt. Auf insgesamt 44 Hektar, direkt an der B 62 und der A 5 gelegen und momentan intensiv landwirtschaftlich genutzt, sollen künftig Flächen für die Ansiedlung von großen Gewerbebetrieben entstehen und so das Angebot an kleinen und mittleren Flächen ergänzen.

Parallel dazu kümmere sich die Stadt sehr intensiv um die Vermarktung und Revitalisierung von innerstädtischen Brachflächen - getreu dem Motto Innen- vor Außenentwicklung. Als Beispiele nennt die CDU Flächen wie Casino-Areal, Deutsches Haus, Galvano, Brauerei, BGS, Sägewerk oder das Bücking-Gelände. »Mitnichten wird der nachfolgenden Generation die Zukunft genommen. Genau das Gegenteil ist der Fall«, so Martin Giese, Vorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung im Vogelsberg. »Im Optimalfall entstehen dort 500, 700 oder vielleicht auch 1000 Arbeitsplätze. Das sind dann 500, 700 oder 1000 Menschen weniger, die nach Gießen, Fulda, Marburg, Stadtallendorf, Kassel, Bad Hersfeld oder Frankfurt zur Arbeit pendeln müssen. Das schont die Umwelt.«

Ulrich Schuchardt, Vorsitzender des Vereins Wirtschaftsförderung und Nachhaltige Entwicklung der Vogelsberg-Region: »Wir wollen doch eine sich dynamisch entwickelnde Region und nicht das Naherholungsgebiet der Gießener Professoren oder Frankfurter Bänker sein«. Umweltschutzaspekte würden bei der Planung des neuen Industriegebietes natürlich Berücksichtigung finden. Ein Flächenverlust sei aus landwirtschaftlicher Sicht immer schmerzlich. Andererseits könne es keine Industrie-, Gewerbe- oder Wohnbaugebiete geben, ohne Fläche zu verbrauchen. Es werde aber der Verlauf der Schwalm weiter renaturiert, an anderen Stellen sollten ortsnahe Ausgleichsflächen geschaffen werden. »Das Industriegebiet selbst wird nicht komplett versiegelt. Hecken- und Baumanpflanzungen sind Pflicht.«

Hans Georg Herbst ist Inhaber eines mittelständischen Elektrobetriebes und verteidigt Jobs in der Logistikbranche: »Nicht alle sind Akademiker oder gut qualifizierte Handwerker und verdienen entsprechend.«

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