16. November 2021, 21:58 Uhr

Bodyguard für Straßenlampe

16. November 2021, 21:58 Uhr
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Von Kerstin Schneider
Schon mehrere Male ist die Straßenlaterne in der Siemensstraße im Atzenhainer Industriegebiet Gottesrain erneuert worden, weil sie von Lkw-Fahrern auf der Suche nach einem Standplatz ramponiert worden war. FOTO: KS

Was lange währt, wird endlich gut. Dieser Satz könnte auch im Fall einer Straßenlaterne im Atzenhainer Industriegebiet Gottesrain zutreffen. Denn dort kommt es immer wieder vor, dass Brummi-Fahrer auf der Suche nach einem Standplatz zum Einhalten der Ruhezeiten vorhandene Straßenlaternen beschädigen.

Das rief bereits im Mai vergangenen Jahres den Geschäftsführer der Firma Hydrokomp auf den Plan, vor dessen Firmenhaustüre in der Siemensstraße immer wieder die dort vorhandene Laterne bei Parkmanövern demoliert worden ist. Einige Male hat er die Gemeinde aufgefordert, entsprechende Schutzmaßnahmen baulicher Art zu ergreifen, »um die fortwährende Beschädigung dieser Laterne zu unterbinden,« sagt Karl-Heinz Freund.

Einige Zeit darauf habe die Straßenlaterne dann schon wieder einmal schief gestanden oder habe zum Austausch angestanden, weil sie wieder umgefahren worden war.

Nach Reparatur wieder schief

Freund machte der Gemeinde den Vorschlag, rechts und links neben dem Laternenpfahl zwei geeignete Doppel-T-Träger senkrecht im Boden in einem Betonfundament zu verankern. Um die Stabilität der beiden Träger zu erhöhen, könne man diese am oberen Ende mit einem geeigneten Stahlteil miteinander verbinden. Die beiden T-Träger müssten nicht weiter in die Parkfläche hineinragen, wie es der Laternenmast tut. »Schon wäre die Gefahr erheblich reduziert«. Den Schaltschrank der Firma für die Stromversorgung habe man genauso geschützt.

Von der Gemeinde erfuhr er dann im Juni dieses Jahres, dass die Angelegenheit in Abstimmung mit der OVAG und dem Ordnungsamt geprüft worden sei. Nach dem der Haushalt 2021 der Gemeinde Mücke beschlossen wurde, habe man den Bauservicehof damit beauftragt, eine entsprechende und wie von Freund vorgeschlagene Stahlkonstruktion rechts und links von der Straßenlaterne anzubringen, ließ man den Anlieger in der Siemensstraße wissen. Diese werde dann noch mit rot-weißer Reflexionsfolie kenntlich gemacht.

Laterne drei- bis viermal erneuert

Anfang Oktober dieses Jahres dann erneut Grund zum Ärger: Er habe erneut vor einer schief stehenden Straßenlaterne gestanden und ein Bautrupp habe die Laterne zum vierten Mal gegen eine neue ausgetauscht, so beschreibt er die Situation.

Dieser Bautrupp habe nicht den Auftrag gehabt, die neue Laterne durch geeignete bauliche Maßnahmen vor dem Umfahren durch einparkende Lkw zu schützen.

Jetzt scheint aber wirklich Abhilfe in Sicht: Zwei Metallpfosten sind bei einer Firma in Auftrag gegeben worden, bestätigte Bürgermeister Andreas Sommer auf Anfrage dieser Zeitung. Der Bauservicehof werde die Arbeiten »so bald wie möglich durchführen«.

Sommer bestätigte, dass die Laterne bereits drei- bis viermal von der OVAG erneuert worden ist. Inzwischen ist die heikle Stelle bereits auch mit einem dicken Stein zumindest vorübergehend gesichert worden.



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