27. August 2021, 21:46 Uhr

Christen spenden in schwieriger Zeit

27. August 2021, 21:46 Uhr
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Aus der Redaktion
Christen helfen duch Spenden in schwieriger Zeit: Familie Occeñola aus dem Ort Canlandog auf einem Zuckerrohrfeld. Janet und Randy Occeñola wünschen sich, dass ihre Kinder zur Schule gehen und ihren Abschluss machen, statt auf dem Feld zu arbeiten. FOTO: PM

Vogelsbergkreis (pm). Brot für die Welt hat im vergangenen Jahr 5,83 Mio. Euro aus dem Bereich der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau erhalten. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 757 956 Euro (14,9 Prozent. Das gute Ergebnis erklärt sich auch daraus, dass in das Jahresergebnis 2020 Kollekten aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 eingeflossen sind. Die aufgrund der Corona-Auflagen deutlich eingeschränkten Gottesdienstbesuche und damit deutlich geringer ausfallenden Kollekten vor allem in der Advents- und Weihnachtszeit 2020 werden sich erst im Jahresergebnis 2021 niederschlagen. Die Kollekten aus den Dekanaten beliefen sich im Jahr 2020 auf 575 925,29 Euro.

Die Kirchenbesucher im Dekanat Vogelsberg sind mit insgesamt 19 216,28 Euro am guten Ergebnis ihrer Landeskirche beteiligt. Sie legten an Erntedank 10 935,59 Euro in die Kollektenkasse. An Heiligabend waren es 8280,69 Euro. Dekanin Dr. Dorette Seibert äußert dazu: »Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis, das zeigt, dass auch in schwierigen Zeiten die Spendenbereitschaft der Christinnen und Christen im Vogelsberg hoch ist. Neben Brot für die Welt hat auch die Spendenaktion für unsere Partnerdiözese in Indien, die besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen war, gezeigt, dass die Großzügigkeit und Unterstützungsbereitschaft der Menschen hier im Vogelsberg ungebrochen ist. Deshalb möchte ich an dieser Stelle allen Spenderinnen und Spendern aufs Herzlichste danken. Dass wir auch die Not der anderen sehen und helfen, ist etwas, was uns als Christinnen und Christen auszeichnet, und ein Blick in die Nachrichten führt uns tagtäglich vor Augen, dass unsere Unterstützung wichtig und für viele Menschen weltweit lebensnotwendig ist.«

»Wir sind sehr dankbar für das große Vertrauen der Spenderinnen und Spender in Brot für die Welt gerade auch in der Corona-Pandemie. Da viele Gottesdienste im vergangenen Jahr nicht oder nur virtuell stattfinden konnten, haben viele Menschen mehr gespendet und so ihre große Solidarität mit den Armen in Afrika, Asien und Lateinamerika bewiesen«, berichtet Brigitte Molter, Referentin für Brot für die Welt in Kurhessen-Waldeck und Hessen und Nassau.

Bundesweit haben Spender die Arbeit von Brot für die Welt im vergangenen Jahr mit mehr als 76,8 Millionen Euro unterstützt. Das ist ein Plus von 12,4 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (2019 waren es 64,4 Millionen Euro).

Neu bewilligt wurden im vergangenen Jahr 669 Projekte, davon mit 240 die meisten in Afrika. Im Zentrum stehen langfristige Maßnahmen, die Hunger und Mangelernährung überwinden, Bildung und Gesundheit fördern, Zugang zu sauberem Wasser schaffen, die Achtung der Menschenrechte und Demokratie stärken und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen unterstützen.

In der Pandemie haben zudem viele Projektpartner ihre Maßnahmen coronabedingt angepasst. Sie haben Aufklärungsprogramme über Covid-19 und Hygienemaßnahmen gestartet und zusätzliche Hilfsprogramme aufgesetzt: etwa für Kinder, die wegen der Lockdowns nicht mehr in die Schule gehen konnten und auch kein Schulessen mehr bekamen oder für Tagelöhner und Straßenverkäuferinnen, die ihre Einkommensmöglichkeiten verloren haben.



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