07. Oktober 2022, 21:57 Uhr

Die Katze lag im Motorraum

07. Oktober 2022, 21:57 Uhr
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Von Kerstin Schneider

Eine äußerst kuriose Geschichte hat sich dieser Tage in Maulbach zugetragen. Der Reihe nach: Sandra Metz hatte kürzlich ihr Auto, einen älteren Mercedes CLK, auf dem Hof der gleichnamigen Gaststätte ihrer Eltern im Dorf geparkt. Der Hund der Familie fing an zu bellen und wollte gar nicht mehr aufhören. Irgendetwas am Auto schien ihn gewaltig zu stören. Wahrscheinlich der Geruch eines anderes Hundes am Auto, denn Sandra Metz hat auch einen Vierbeiner.

Den Augen nicht getraut

»Stell doch dein Auto woanders hin,« riet Manfred Metz seiner Tochter, die das auch machte. Bei der Rückfahrt an ihren Wohnort in Frankfurt ging dann auf der Autobahn plötzlich eine rote Lampe am Armaturenbrett an, schnell lenkte sie den Wagen auf den Parkplatz »Limes« und rief ihren Bruder an, der Automechaniker gelernt hat. Der vermutete zunächst einen Defekt am Kühler und stellte dann fest, dass der Keilriemen gerissen war.

Und - die beiden wollten ihren Augen kaum trauen - im Motorraum lag eine scheinbar tote Katze. Kurzum, das Auto wurde abgeschleppt, und als am nächsten Tag die Motorhaube beim Abschleppdienst geöffnet wurde, war die Überraschung groß: »Die Katze lebt ja noch!« Sie hatte 40 Kilometer Fahrt im Auto überstanden, aber durch den gerissenen Keilriemen ein Beinchen verloren. Schnell waren Sandra Metz sowie der Fahrerin des Abschleppautos nach Rücksprache mit Tierärztin Andrea Sebald klar, dass man der Katze eine Chance geben wollte. Sie wurde operiert und verarztet und ist nach ihrer unfreiwilligen Autofahrt auf dem Weg der Besserung.

Ein Rätsel bleibt. Wie die Katze, die bisher noch von niemandem als vermisst gemeldet wurde, in den Motorraum gekommen ist.



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