19. April 2021, 21:28 Uhr

Digitale Jugendarbeit

19. April 2021, 21:28 Uhr
Eine Mädchengruppe würde gerne einen Raum im alten Bahnhof Nieder-Ohmen nutzen. FOTOS: SF

Für eine Großgemeinde unter 10 000 Einwohner ist es schon etwas Besonderes: Mücke hat bereits seit Jahrzehnten eine hauptamtliche Jugendbetreuung. Dabei sind in der Vergangenheit sehr unterschiedliche Modelle und Vorgehensweisen genutzt worden.

Aktuell zeichnet sich vor dem Hintergrund der Abstandsregelungen in der Corona-Pandemie ein Trend zu sozialen Medien ab, andererseits eine natürliche Abkehr von Zusammenkünften in den selbst verwalteten Jugendzentren. In diesem Zusammenhang ist es ein glücklicher Umstand, dass als neue Kraft in der kommunalen Jugendbetreuung Jana Spohr von der Feldataler Jugendhilfe dazugekommen ist.

Die aus Köddingen kommende Spohr hat Soziale Arbeit in Fulda studiert und unterstützt nun die schon seit längerer Zeit in Mücke wirkende Katharina Schell. Spohr hat schon praktische Erfahrungen gesammelt, etwa bei Jugendfreizeiten und mit dem Kaffmobil. Weil die Kontakte zu den Jugendlichen in der Krisensituation außerhalb von Schule spärlich bis abgebrochen sind, sollen sie über Social Media von Spohr wieder aktiviert werden. Die neue Kraft strebt zudem eine verstärkte mediale Präsenz an. Vorhandenes soll moderner und anschaulicher werden. Die Reichweite soll vergrößert werden, etwa durch Verlinkung.

Angestrebt wird ferner ein Jugendraum in der Schule, um einen regelmäßigen Kontakt mit Kindern und Jugendlichen zu haben. Das wurde kürzlich Kommunalpolitikern in einer Ausschusssitzung vorgestellt. Schell informierte zu den Ferienspielen, es würden Anfragen an die ehemaligen Anbieter gerichtet, und es würden zudem weitere Akteure gesucht. Vorgesehen seien zwei feste Betreuungswochen im Sommer, wobei viele Angebote im Freien sein sollen. Zudem werden die Gruppen auch möglichst klein gehalten. Angestrebt werde auch eine inklusive Ferienbetreuung mit einer Elterninitiative als festes Angebot. Dazu werde eine Förderung angestrebt. Für so ein Angebot gebe es viele Argumente, sagte Schell, denn 14 Wochen Schulferien seien spätestens für Alleinerziehende nicht zu stemmen. Im Vorfeld habe man bereits einen langwieriger Abklärungsprozess abgearbeitet, bei dem viele Instanzen bedeutet hätten, dass sie nicht zuständig seien.

Open-Air-Kino

Katharina Schell hatte im Vorjahr eine Neuerung für Mücke mit dem Open-Air-Kino eingeführt. Das gab es in Groß-Eichen, jetzt wird ein Ort für 2021 gesucht. Man braucht dafür einen passenden Ort sowie Leute für Organisation und Ablauf. Die Materialien werden gestellt. Nach Angaben von Schell soll mindestens eine Komponente bei der Veranstaltung auf das Thema Klimaschutz abzielen.

Informiert wurde noch darüber, dass rund ein Dutzend Mädchen zwischen zwölf und 16 Jahren im alten Bahnhof Nieder-Ohmen einen eigenen Raum nutzen wollen. Dabei geht es um ein Projekt mit einer Studentin.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Alleinerziehende Mütter
  • Jugendsozialarbeit
  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Open-Air-Kinos
  • Schulferien
  • Sozialarbeit
  • Studentinnen und Studenten
  • Vogelsberg
  • Mücke
  • Rolf Schwickert
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos