05. März 2021, 21:15 Uhr

Ehrenamtstag und -beauftragter

05. März 2021, 21:15 Uhr
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Aus der Redaktion
Das Feuerwehrhaus Sellnrod ist ein Beispiel für die gelungene Unterstützung des Ehrenamts durch die Gemeinde Mücke: Seit 1969 ist die Feuerwehr dort untergebracht, seit dem Um- und Aufbau 2001/02 zudem der Gesangverein im Obergeschoss sowie seit rund zehn Jahren an jedem letzten Samstag im Monat das Bücherkaffee des Kulturtreffs. FOTO: PM

Mücke (pm). Jeder kennt es, und viele tun es: ein Ehrenamt ausüben oder sich gleich in mehreren Funktionen für die Allgemeinheit betätigen. Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier habe einmal gesagt, dass ehrenamtlich tätige Frauen und Männer »der Kitt sind, der unsere Gesellschaft zusammen hält«, berichtet CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Hans Heuser. Auch in den zwölf Ortsteilen der Gemeinde Mücke gibt es sehr viele Bürger, die in ein, zwei, drei oder noch mehr ehrenamtlichen Bereichen tätig seien; oftmals viele Jahre und Jahrzehnte lang. Die Gemeinde als Basis und solidarische Ebene von Staat und Gesellschaft könne ohne ehrenamtlichen Einsatz nicht existieren, denn es wäre nicht möglich die tausenden Stunden ehrenamtlicher Arbeit zu bezahlen, wenn sie von hauptamtlichen Beschäftigten erbracht werden müssten. Das deutlichste und bekannteste Beispiel dafür seien die Feuerwehren.

Für die CDU-Fraktion reiche es nicht, die vielen ehrenamtlich Tätigen bei Vereinsjubiläen und sonstigen Feiern mit wohlgesetzten Worten zu loben. Die Vereine, Organisationen und ihre aktiven Mitglieder müssten von der Gemeinde auch eine Anerkennung in der Form finanzieller Unterstützung erfahren. Deshalb habe die CDU-Fraktion im Vorjahr bei der grundlegenden Überarbeitung der Vereinsförderrichtlinien dafür gesorgt, dass viel mehr Vereine als bisher Geldzuwendungen der Gemeinde bekommen könnten und die einzelnen Zuschuss- und Zuwendungsbeträge für den laufenden Betrieb deutlich erhöht worden seien. Außerdem wurden die möglichen Zuschussbeträge bei größeren Investitionen eines Vereins spürbar angehoben. Ganz wichtig sei aus Sicht der CDU, dass alle Vereine - unabhängig von ihrer Mitgliederzahl - bei erfolgreicher Jugendarbeit zusätzlich eine besondere Förderung erhielten, denn nur gute Jugendarbeit sichert langfristig das Bestehen jedes Vereins und Verbands.

Darüber hinaus wolle die CDU in den nächsten Jahren das Ehrenamt weiter stärken. Wie in anderen Gemeinden solle in Mücke die Funktion eines »Ehrenamtsbeauftragten« eingerichtet werden. Ein solcher Beauftragter könnte zum Beispiel vom Gemeindevorstand ernannt werden; Aufgabe solle sein, sich um das Ehrenamt insgesamt und vor allem um die Anliegen der ehrenamtlich tätigen Bürger zu kümmern, deren Anliegen und Wünsche aufzugreifen und den gemeindlichen Gremien vorzutragen.

Zudem kann sich die CDU-Fraktion vorstellen, einmal pro Kalenderjahr (oder auch in zweijährigem Abstand) einen »Ehrenamtstag« zu halten. An diesem Tag könnten einzelne Vereine oder Gruppierungen aus verschiedenen Bereichen sich und ihre Arbeit vorstellen, und natürlich könnten bei dieser Gelegenheit auch Ehrungen vorgenommen und Auszeichnungen verliehen werden. Wenn auch viele Ehrenamtler immer wieder betonen, dass sie sich nicht wegen einer Verdienstnadel oder eines Ordens engagieren, freue sich jeder Mensch über ein Lob und nehme es gerne entgegen, besonders wenn es verdient sei.



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