15. März 2021, 00:13 Uhr

Eigener Kuli und Schnelltests

15. März 2021, 00:13 Uhr

Zum ersten Mal unter Pandemie-Bedingungen wählen, das sorgte diesmal vielerorts für einen etwas anderen Urnengang. Viele hatten sich im Vorfeld entschieden, Briefwahl zu machen, hier verzeichneten die Kommunen dementsprechend neue Rekorde.

Manch einer trat jedoch bewusst den Gang zum Wahllokal an, sei es um in Corona-Zeiten einmal raus zu kommen oder weil das Infektionsrisiko unter Beachtung der bekannten Regeln sehr gering ist. »Ich muss jede Woche zur Arbeit, da kann ich auch ins Wahllokal gehen,« so kommentierte es ein Homberger.

Den Wahlhelfern war vorab ein Corona-Test angeboten worden. Desinfektionsmittel standen bereit und alle, die keinen eigenen Kugelschreiber oder Bleistift dabei hatten, konnten sich in einem bereitgestellten Korb bedienen. Mitarbeiter der Stadtverwaltung standen bereit, um nach erfolgter Stimmabgabe Tische und Wahlurne zu desinfizieren. Gleich einige Neuerungen gab es bei dieser Wahl auch in Mücke. So war etwa das Wahllokal in Sellnrod sonst in der Ortsmitte und im Feuerwehrhaus. Doch nun war es ins DGH am Ortsrand verlegt worden. Dort konnte man die Abstände einhalten und trotzdem vier Wahlkabinen anbieten. Von den in Sellnrod 557 Wahlberechtigten hatten im Vorfeld bereits 207 Personen ihre Stimme via Briefwahl abgegeben. Zu Wartezeiten kam es kaum. Die meisten Wähler hatten sich zudem mit ihren eigenen Kugelschreibern ausgerüstet.

Mit Abstand warten

In Ruppertenrod war das Wahllokal ebenfalls umgezogen, erstmals wurde im Sportheim/DGH gewählt. Staus vor den Wahllokalen gab es in der Regel keine. Auch im Bereich Mücke lag die Anzahl der Briefwähler sehr hoch.

In Gemünden konnten sich Mitarbeiter der Verwaltung und Wahlhelfer ebenfalls auf das Coronavirus testen lassen. Hausarzt Michael Buff stand am Sonntag in den Räumen der Verwaltung bereit, um den Schnelltest vorzunehmen. Bürgermeister Lothar Bott und die Mitarbeiter der Verwaltung trafen zudem letzte Absprachen, was das Auszählen der Stimmen angeht.

An manchem Wahllokal kam es wie in Nieder-Gemünden zu kleineren Staus, aber die Wähler nahmen es gelassen hin. Mit Maske und Abstand warteten sie geduldig darauf, ins Gemeinschaftshaus eingelassen zu werden.

In der Feldahalle Groß-Felda zählten die Wahlhelferinnen gleich drei Stimmbezirke aus. Denn auch die Bewohner in Feldatal machten stark von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch. Da in Ermenrod und Zeilbach nur relativ wenige Feldataler an die Urne gegangen waren, wurden die Stimmzettel aus den beiden Ortsteilen mit denen aus Groß-Felda vermischt und gemeinsam ausgezählt.

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