03. Oktober 2022, 18:36 Uhr

Ein Prosit zum Erntedank

03. Oktober 2022, 18:36 Uhr
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Von Herbert Schott
Pfarrer Jürgen Pithan gestaltet den Gottesdienst zum Erntedankfest in der Feldahalle mit dem Posaunenchor. FOTO: HSO

Es ist schön, dass in Groß-Felda alte Traditionen weiter gewahrt werden, sagte Pfarrer Jürgen Pithan aus dem Gruppenpfarramt zur Begrüßung der zahlreichen Gottesdienstbesucher in der Feldahalle. Dort feierte man traditionell am Kirmessonntag das Erntedankfest. Nachdem die Spuren der der Feierlichkeiten vom Samstagabend beseitigt waren, sah man die Feldahalle in anderer Optik. Küsterin Sandra Schlosser und weitere fleißige Helferinnen hatten die Bühne festlich mit vielen Blumen und Früchten des Herbstes geschmückt.

Auf der Bühne hatte auch der Ev. Posaunenchor Groß-Felda unter Leitung von Ann-Christin Ernst Platz genommen. Die Musiker begrüßten die versammelte Gemeinde mit dem Stück »Trumpet Voluntary« von Jeremiah Clarke. Der Chor begleitete den gesamten Gottesdienst an diesem Morgen dann auch musikalisch. Man sang die traditionellen Choräle wie »Danke für diesen guten Morgen, »Wir pflügen und wir streuen« und betete den Psalm 104.

In seiner Ansprache gingen die Gedanken von Pfarrer Pithan rund um das Thema Erntedank und seine Bedeutung gerade in schwierigen Zeiten. Danken sollten wir an diesem Tag auch den Menschen und dabei besonders den Jugendlichen, dass sie an den Traditionen festhalten und zur Kirmes die Einladung zum Gottesdienst nicht vergessen.

Zudem sollte man den besonderen Dank an unsere Landwirte nicht vergessen, die im Großen und im Kleinen unsere Versorgung mit ihren Produkten gewährleisten. Dazu gehören die Zutaten für das traditionelle Kirmesgetränk das Bier. An dieser Stelle wartete er vor dem Schlusslied mit einer echten Überraschung auf. Der Posaunenchor spielte zur Überraschung der Gäste »Ein Prosit, ein Prosit der Gemütlichkeit« und der Pfarrer prostete der Gemeinde mit einem »Hellen« zu. Mit dem Klassiker »Highland Cathedrale« beendete der Posaunenchor den Gottesdienst und erntete für seinen Einsatz einen kräftigen Applaus.

Kirmes-Wettbewerb

Darauf standen die »Storndorfer Schützen« zum Frühschoppen schon in den Startlöchern. Bei gekonnt vorgetragener Blas- und Stimmungsmusik sorgten sie in der gut besetzten Feldahalle bis in den späten Nachmittag für ausgelassene Stimmung. Nach dem gekonnten Fassanstich durch Bürgermeister Leopold Bach floss für kurze Zeit Freibier.

Ein weiterer Höhepunkt des Nachmittags war das »Kirmes-Tauziehen« Erstmals am Start dabei war auch mit Lina und Paul sowie Noah und Lea ein Kinderteam, die bei ihrem Wettkampf sichtlich Spaß hatten. In den spannenden Ausscheidungswettkämpfen zogen die acht Teams unter lauten Anfeuerungsrufen der Zuschauer bis zum letzten Schweißtropfen. In überlegener Manier gewann die Mannschaft mit Lorenz Wahl und Sandro Klingelhöfer. Als Belohnung bekamen Sieger und Platzierte die Gewinne in flüssiger Form an der Theke.

Nach all den schönen und anstrengenden Tagen wird man schließlich am Montagabend die Kirmes traditionsgemäß beim »Dicken Baum« wieder begraben. Die Teilnehmer warten dann schon auf das Ausgraben im nächsten Jahr.



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