01. Juli 2021, 21:32 Uhr

Endlich gemeinsam feiern

01. Juli 2021, 21:32 Uhr
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Von Joachim Legatis
Der Ortsbeirat mit (v. l.) Achim Petermann, Albert Rieger, Ortsvorsteherin Rixa Kraut, Christoph Schmidt und Daniel Schneider will die Dannenröder wieder zusammenbringen. FOTO: JOL

Sie treten dafür an, eine Vertretung aller Dorfbewohner zu sein. Die frisch gewählten Ortsbeiräte in Dannenrod kümmern sich um Glasfaser, einen Dorfplatz und ein Baugebiet. Im Hintergrund schwingt allerdings immer noch der Konflikt um den Bau der Autobahn 49 mit, wie am Rande der jüngsten Sitzung des Gremiums deutlich wird. Ortsvorsteherin Rixa Kraut und ihre vier Mitstreiter wollen die Kluft schließen, die zwischen den Gegnern des Autobahnbaus und denjenigen entstanden ist, die sich mit dem Autobahnbau irgendwie arrangieren.

Aktuell beschäftigt sie das geplante Wachstum des Dorfs. Seit 20 Jahren ist ein Baugebiet am Ortseingang aus Richtung Homberg geplant, nun gibt es einige Bauwillige, sodass eine Erschließung in greifbare Nähe rückt. »Da können acht bis zehn Bauplätze entstehen, seit vergangenem Jahr gibt es vier Bauinteressenten«, berichtet Kraut. Daniel Schneider vermutet, dass eher acht Grundstücke herausgemessen werden, um größere Areale zu haben. In den vergangenen Wochen gab es Gespräche mit Vertretern der Stadtverwaltung, um die Planungen abzustimmen. Der Ortsbeirat hat dabei nur eine beratende Funktion. Die Erschließung mit Strom und Wasser soll in diesem Jahr angegangen werden, hat Kraut erfahren. Die Plätze können dann 2023 bebaut werden, ein Jahr früher als in der bisherigen Planung.

Das liegt auch am Bau der A 49. Dafür ist der Ausbau der Straße nach Homberg vorgesehen, die Erschließung ist daran gekoppelt.

Ob die Häuser dabei gleich einen Glasfaseranschluss erhalten, ist unklar. Mit großem Interesse verfolgt der Ortsbeirat jedenfalls die Entwicklung im benachbarten Appenrod. Dort schließt die Telekom das Neubaugebiet direkt an die schnellen Datenleitungen an. »Im übrigen Dorf will die Firma Goetel Glasfaserleitungen ziehen«, berichtet Ortsvorsteherin Rixa Kraut.

Nach aktuellen Informationen soll der Ausbau im dritten Quartal dieses Jahres starten. Deutlich über 60 Prozent der Ortsbewohner haben einen Vorvertrag mit dem Göttinger Anbieter geschlossen. Wichtig war dabei, dass die zunächst genannten Anschlusskosten von 500 Euro weggefallen sind, erinnert sich Daniel Schneider. Nun will sich der Ortsbeirat mit jenem in Appenrod zusammentun, um einen zügigen Ausbau durch Goetel zu erreichen. »Das ist wichtig, gerade für die Menschen, die im Homeoffice arbeiten«, sagt Schneider.

Besonders am Herzen liegen den Ortsbeiräten die Treffpunkte im Ort. So will man »mittelfristig« den Bereich am Gemeinschaftshaus zum Dorfplatz umbauen. Ein Spielplatz soll als Treffpunkt für Eltern mit Kindern entstehen und eine Fläche für Veranstaltungen, die alle Dannenröder zusammenbringt. »Wir wollen einen schönen Platz für Feste haben«, wünscht sich Kraut. Zukunftsmusik ist auch noch der Bolzplatz, für den der Ortsbeirat eintritt. Er könnte auf dem Sportplatz entstehen, der Sportverein besteht ja nicht mehr. Ein solcher Platz der Freizeitkicker wäre attraktiv für Jugendliche, betont Schneider.

Treffpunkt am Hainbuchenborn

Als Treffpunkt der Dannenröder dient die alte Wüstung Hainbuchenborn. Etwa 50 Meter außerhalb des Dorfs liegt das idyllische Plätzchen mit Brunnen, das oft Ziel von Spaziergängern ist. Die Ortsbeiratsmitglieder haben den Bereich freigeschnitten, damit er besser nutzbar ist. Er ist historisch interessant. Dort stand einst ein großes Gehöft, das wohl die Keimzelle des Dorfs Dannenrod bildete. Dort baute man einst sogar ein Steinhaus als Zeichen des Wohlstands. »Das ist ein wunderschönes Örtchen«, sagt Albert Rieger.

Gemeinschaftsbildend ist der Einsatz der Feuerwehr-Aktiven, die viel Arbeit in das neue Gerätehaus gesteckt haben. In Zusammenarbeit mit der Stadt ist ein Schmuckstück entstanden, mit immerhin über 800 Stunden Eigenleistung.



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