05. Januar 2021, 21:51 Uhr

Coronavirus

Erste Impfungen: Große Freude und Erleichterung

Am Samstag kam die ersehnte Nachricht: Die Impfungen im AWO-Sozialzentrum Lauterbach können beginnen.
05. Januar 2021, 21:51 Uhr
Historischer Moment: Die 89-jährige Erna Drescher hat die Impfung als erste Bewohnerin des AWO-Sozialzentrums Lauterbach von Dr. Peter Farkas erhalten und gut vertragen. FOTO: PM

Ein anderes Pflegeheim hatte kurzfristig abgesagt und so mussten die Mitarbeitenden der AWO in Rekordzeit die Impfung vorbereiten.

65 Impfdosen waren angekündigt, dann waren es sogar 98 Dosen, die an Heimbewohner, Personal und Mieter des Betreuten Wohnens vergeben werden konnten.

Dr. Peter Farkas und Dr. Nina Eifert-Röse waren die verantwortlichen Impfärzte, zwei Mitarbeiterinnen des mobilen Impfteams Alsfeld waren für das Anmischen des Impfstoffs im Haus und das Team der City Ambulanz Alsfeld hat die Anamnesen, Einwilligungen, Aufklärungsmerkblätter und Datenschutzerklärungen jedes zu Impfenden eingescannt und die Versichertenkarten eingelesen.

Die Ärzte mussten dann noch die Medikamente jedes Einzelnen checken. Ein nicht zu unterschätzender bürokratischer Aufwand war zu bewältigen, bevor es losgehen konnte.

Auch das AWO-Zentrum war bereits von einem Corona-Ausbruch betroffen. Von den derzeit 101 Heimbewohnern seien derzeit nur noch zwei infiziert, 49 haben die Covid 19-Erkrankung überstanden. Diese Bewohner wurden nicht geimpft. 41 wurden geimpft, fünf Bewohner waren noch unentschlossen oder es lagen noch nicht alle Unterlagen vollständig vor.

Nur vier Bewohner haben die Impfung abgelehnt. Es wurden dann noch 51 Mitarbeiter und sechs Mieter geimpft. Dann war auch die letzte Impfdosis injiziert. Denn eines war allen Beteiligten an diesem Sonntag klar: Von dem wertvollen Impfstoff sollte keine Dosis ungenutzt bleiben. So mussten eine ganze Reihe von impfwilligen Mitarbeitern vertröstet werden auf einen späteren Termin.

Einige Mitarbeiter noch unentschieden

Von einigen Mitarbeitern, die derzeit im Urlaub, Krankenstand oder in Reha sind, lagen auch noch keine Rückmeldungen vor. »Wir sind mit der Impfbereitschaft unseres Personals aber zufrieden,« so Betriebsleiterin Carola Strecker, »etwa Zweidrittel der Belegschaft will sich impfen lassen, einige sind noch unentschlossen oder haben noch Rückfragen an den Arzt. Grundsätzlich ist und bleibt die Impfung aber freiwillig, wir empfehlen, wollen aber nicht überreden und akzeptieren auch ein Nein.«

Der für alle historische Moment der ersten Impfung wurde dann auch im Foto festgehalten. Die 89-jährige Erna Drescher war die erste Bewohnerin, die Dr. Peter Farkas impfen durfte. Umarmt von Pflegerin Tatjana Wagner hat es der alten Dame auch gar nicht weh getan.

»Wir sind sehr froh über die begonnenen Impfungen, denn die letzten Wochen waren sehr schwer für uns. Die Impfungen sind auch ein Stück Hoffnung für uns und vor allem unsere Senioren, die sich nach Normalität und Kontakt sehnen«, so Pflegedienstleiterin Sylvia Motz-Sattler abschließend.

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