15. August 2021, 17:33 Uhr

»Es liegt jetzt an der Stadt«

15. August 2021, 17:33 Uhr
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Aus der Redaktion

Die Initiative Wir von »Pro Appenrod« möchte die Gelegenheit ergreifen, das bisherige Handeln bezüglich des Schutzes der Bewohner gegen Lärm und andere Belastungen der A 49 transparent darzustellen.

Begonnen habe alles am 22. Oktober 2020 bei einem Informationstermin bei der Firma Deges Bürgerhaus in Stadtallendorf. »Pro Appenrod« habe dann auf eigene Initiative einen Beratungstermin vereinbart, um Fragen direkt an die Planer zu stellen. »Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Parteien in Homberg die Problematik bezüglich des Sichtschutz/Lärmschutz für die umliegenden Dörfer in keiner Weise auf der Tagesordnung«.

Am 3. November folgte ein Termin bei der Bürgermeisterin, bei dem man das Anliegen schriftlich übergab.

Am 19. November 2020 habe man zum ersten Mal mit einem Flyer, der an alle Haushalte in Appenrod verteilt wurde, auf einen Sichtschutz/Lärmschutzwall aufmerksam gemacht und die Bürger über die bisherigen Bemühungen aufgeklärt.

»Keine eigenen Verhandlungen«

»Aufmerksam gemacht wurde auch auf die Belastungen durch Baustellenverkehr besonders auf der desolaten Hauptstraße, sowie die Nutzung der Feld- und Radwege. In Bezug auf die Belastung der Anwohner der Hauptstraße, konnten wir sowohl Tempo 30 für Lkw als auch eine, wenn nur notdürftige Ausbesserung der Straßenschäden durch Hessen Mobil erreichen. Leider ist die versprochene Geschwindigkeitsüberprüfung seitens der Stadt ist bis dato noch nicht erfolgt«.

Am 7. Januar 2021 gab es einen Stadtverordnetenbeschluss, aus dem hervorgeht, dass der Magistrat beauftragt wurde, Verhandlungen bezüglich eines Lärm- und Sichtschutz für alle betroffenen Dörfer aufzunehmen. Dazu helfe die Stadt bei der Suche nach geeigneten Grundstücken und unterstütze die Bau-Arge bezüglich der Erlangung der Genehmigungen und der vertraglichen Abwicklung mit den Eigentümern. Bei Bedarf solle die Stadt geeignete Flächen erwerben oder tauschen.

Am 26. Februar habe Dr. Knauer, Geschäftsführer der Bau-Arge, in Ober-Ofleiden dem Magistrat, den betroffenen Ortsvorstehern, den Grundstücksbesitzern und Pächtern die Planung für den Sichtschutzwall in Appenrod vorgestellt. Im Anschluss wurden Gespräche mit den Grundstücksbesitzern darüber geführt, ob sie bereit wären, unter noch zu verhandelnden Bedingungen ihr Land zur Verfügung zu stellen. »Diese Zustimmung haben wir von allen Grundstücksbesitzern erhalten«. Seit diesem Zeitpunkt liege es an der Stadtverwaltung Homberg, dem Magistrat und der Bürgermeisterin, Verhandlungen zu führen, um das geplante Vorhaben zu einem positiven Ende zu bringen.

»Eigene Verhandlungen wurden von der Bürgerinitiative Pro Appenrod nicht geführt. Auch andere Gremien im Ort haben keine Verhandlungen geführt.« Jetzt warte man darauf, dass alle Planungen zum Sichtschutzwall für alle Ortschaften von der Stadt, dem Anwalt Möller, der Firma Strabag und den zuständigen Genehmigungsbehörden umgesetzt werden.

»Pro Appenrod« stehe dazu in regem Austausch mit den Ortsteilen Dannenrod, Maulbach und Erbenhausen.



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