23. August 2010, 19:16 Uhr

Zünftige Gewänder und historische Maschinen

Feldatal-Stumpertenrod (au). Mit einem imposanten historischen Festzug schloss am Sonntagnachmittag das erste große Festwochenende anlässlich der Feierlichkeiten ersten urkundlichen Erwähnung vor 675 Jahren ab.
23. August 2010, 19:16 Uhr
Der örtliche Gesangverein »Eintracht« grüßt vom geschmückten Wagen herunter. (Fotos: au)

Feldatal-Stumpertenrod (au). Mit einem imposanten historischen Festzug schloss am Sonntagnachmittag das erste große Festwochenende anlässlich der Feierlichkeiten ersten urkundlichen Erwähnung vor 675 Jahren ab. Nach dem Freundschaftssingen am Samstagabend und dem Festgottesdienst mit Kirchenpräsident Dr. Volker Jung (die AZ berichtete bereits) startete um 13 Uhr ein knapp 30 Zugnummern langer Lindwurm durch den Ort. Vorweg gingen zwei Ortsdiener mit einer Schelle, die laut riefen: »Es folgt ein Festzug«.

Danach kamen die Festdamen und zwei Cabriolets mit Ortsvorsteher Heinrich Wagner sowie mit gleich drei Bürgermeistern: Ehrenbürgermeister Otto Zulauf, der amtierende Bürgermeister Ernst-Uwe Offhaus und der zukünftige Bürgermeister Dittmar Schlosser. Für einen Festzug unbedingt erforderlich ist Blasmusik, und so kam im Anschluss die Kapelle »Blech Quadrat«. Im zweiten Teil des Zuges sorgte der Evangelische Posaunenchor Groß-Felda für zünftige Marschmusik.

Eine große Resonanz hatte der Aufruf zur Teilnahme am historischen Festzug auch bei den benachbarten Ortschaften gefunden. So waren der Ortsbeirat Groß-Felda und der Magistrat der Stadt Ulrichstein als historische Räte im Festzug vertreten. In Ulrichstein war extra für das Fest ein neuer Motivwagen gebaut worden, weil die früher benutzte und aus Holz gefertigte Burg- ruine nicht mehr aufzufinden gewesen war. Es wurde gemunkelt, dass sie dem strengen Winter zum Opfer gefallen sei. Ein Motivwagen mit Mühlrad kam aus dem benachbarten Köddingen, und Windhausen war mit der Spinnstube vertreten. Die »Kestricher Kelten« gratulierten mit einer großen Fußgruppe, und die Jäger wiesen auf 675 Jahre Jagd in Stumpertenrod hin. Kostproben der letzten Obsternte verteilte der örtliche Obst- und Gartenbauverein.

Der Sport- und Schützenverein Stumpertenrod/Köddingen präsentierte sich auf einem bunt geschmückte Motivwagen und der Gesangverein »Eintracht« Stumpertenrod, mit Motivwagen sowie Fußgruppe vertreten, erfreute die Zuschauer mit einigen Liedern. Süßigkeiten verteilte der Kindergarten »Kinderplanet« von einem mit Pferden gezogenen Planwagen. Mit einer großen Fußgruppe sowie einem Motivwagen mit einer Milch-Zentrifuge nahmen die Landfrauen Rebgeshain, es waren auch zwei Landmänner dabei, am Festzug teil. Vertreten waren ebenfalls die Landfrauen aus Dirlammen. Historische Maschinen waren in Form von Grasmähern, Flügelmäher, Getreidebinder, Düngerstreuer und einer Fegmühle im Zug verteilt. Eine feurige Angelegenheit war der Motivwagen »Alte Dorfschmiede« von Bernhard und Gerhard Schweißguth. Bei hochsommerlichen Temperaturen zeigten sie alte Schmiedekunst.

Ein Höhepunkt des Zuges war das Kuhgespann mit »Rotem Höhenvieh« aus Ober-Gleen. Diese Rasse war früher stark im Vogelsberg beheimatet und steht heute auf der Liste der bedrohten alten Haustierrassen. Abschluss des Zuges bildete die von Pferden gezogene alte örtliche Feuerwehrspritze aus dem Jahre 1898. Nach den Strapazen des Festzuges wurde im großen Festzelt am Schützenhaus ausgiebig gefeiert.

Die Feierlichkeiten zum Jubiläum werden am Samstag, dem 28. August, ab 9.30 Uhr mit Jugendfeuerwehr-Wettkämpfen fortgesetzt. Eine Großbrandübung ist gegen 19 Uhr angesetzt, und ab 20.30 Uhr startet eine Disco mit »Sir Amos«. Über 30 Zugnummern hat dann am Sonntagmittag der um 13 Uhr beginnende Festzug des Bezirksfeuerwehrfestes. Danach ist ein gemütliches Beisammensein mit der Kapelle »Blech Quadrat« angesagt.

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