09. Februar 2021, 21:51 Uhr

Für ökologische Vorgärten

09. Februar 2021, 21:51 Uhr
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Von Rolf Schwickert
Bei Sitzungen weist jetzt immer eine Corona-Ampel auf die Luftqualität hin. Im Vordergrund (l.) Bürgermeister Andreas Sommer mit so einer Corona-Ampel. FOTO: RS

Mücke (rs). Die Sitzungen der Kommunalpolitiker finden derzeit mit einer Ampel statt: Ein Gerät misst den Kohlendioxidgehalt und die Zahl der Aerosole in der Raumluft. Unter 1000 ppm leuchtet die Ampel grün, über 1000 ppm geht’s auf gelb, über 2000 ppm auf rot, die höchste Alarmstufe. Nach Angaben von Bürgermeister Andreas Sommer werden die Anlagen am 14. März zur Kommunalwahl in den Wahlbüros eingesetzt. Es wurden mehrere Geräte gekauft.

Keine Gebühren für Kinderbetreuung

Inhaltlich ging es in Ausschusssitzungen unter anderem um die Gebühren für die Kinderbetreuung. Wie schon bei der ersten Corona-Welle müssen auch jetzt Eltern die Gebühr nicht entrichten, wenn Kinder nicht gebracht werden.

Ein Antrag der Grünen zielt darauf ab, ökologische Gärten zu prämieren, um den um sich greifenden Schottergärten etwas entgegen zu setzen. Der Hauptpreis soll 500 Euro sein, die Plätze zwei und drei dann jeweils 250 Euro je. Das soll fördern, Vorgärten auch im Sinne von Kleinlebewesen wie Insekten und Vögel mit Flächen und Sträuchern anzulegen, sodass ein Biotopcharakter entsteht. Die Gartenbesitzer bewerben sich bei der Jury, es soll dieses Jahr los gehen. Die Jury besteht aus Vertretern der Fraktionen und drei aus dem Gemeindevorstand, dazu können je nach Interesse Vertreter von Fachverbänden gehört werden. Bürgermeister Andreas Sommer wies darauf hin, dass vermehrt Flächen für Fotovoltaikanlagen gesucht würden. Es gebe sogar schon Vertragsabschlüsse, ohne dass die kommunalen Gremien bisher eingebunden worden wären. Ihm, Sommer, sei daran gelegen, den Flächenverbrauch zu mindern, denn die Gemeinde wolle ja auch Neubaugebiete und Gewerbeflächen einrichten. Und dann gebe es ja noch Kompensationsflächen, was dann auf einen verdoppelten Flächenverbrauch hinauslaufe. Die Gemeinde könnte zu Fotovoltaikanlagen ein Veto einlegen und den Bau auch verhindern. »Unsere Flächen sind begrenzt«, sagte Sommer. »Ja zur Energiewende, aber auch Nein zum Flächenverbrauch«, betonte er. Und im Regionalplan seien zwar Gunstflächen ausgewiesen, aber offen sei, ob der Flächeneigentümer auch verkaufe.



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